
Vorwort - Volker Herres Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen
Was macht Deutschland aus? Was bedeutet Heimat? Jeder von uns kann diese Begriffe mit eigenen Erinnerungen und Erfahrungen beleben. Nun haben sich namhafte Regisseure, Schauspieler und Autoren aufgemacht, ihre Sicht auf "ihr" Deutschland zu suchen.
In 15-minütigen Filmen werden sie uns nach dem "Tag der deutschen Einheit", am 5. und 6. Oktober zeigen, was sie dabei entdeckt haben.
Alle Dokumentationen tragen eine sehr persönliche Handschrift. So nimmt uns der Schauspieler Udo Wachtveitl mit in ‚sein‘ Bayern. Die Musikstadt Hamburg stellt der Regisseur und Autor Özgür Yıldırım am Beispiel der Newcomer- Band "kollektiv22" vor, und Schauspieler Charly Hübner nimmt sich seiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern an. Ein Grenzdorf im Saarland steht genauso im Fokus des Interesses wie Lars Jessens und Rocko Schamonis melancholische Betrachtung vom Verschwinden der Landgasthöfe in Schleswig-Holstein.
Der Schauspieler Dominique Horwitz führt durch das thüringische Weimar und die Deutsch-Koreanerin Sung-HyungCho erzählt, wie sie Hessin wurde. Moderator Jan Böhmermann fragt: "Warum ist Bremen eigentlich unabhängig?" Und der vielfach preisgekrönte, Regisseur und Autor Andreas Dresen porträtiert eine junge Frau, die in Brandenburg im Tagebau arbeitet.
Entstanden sind 16 sehr eigenwillige, einfühlsame Porträts von Menschen und Regionen aus Deutschland. Zusammengenommen ergeben sie ein vierstündiges dokumentarisches Gemälde, einen subjektiven Blick auf unser Land.
Die Dokumentationsredaktionen der ARD-Landesrundfunkanstalten haben sich an diese große Aufgabe gemacht und dabei ihre Kreativität eindrücklich unter Beweis gestellt. Die Gesamtkoordination liegt bei Johannes Unger und Rolf Bergmann (rbb).
Allen an diesem außergewöhnlichen Projekt Beteiligten gilt mein Dank für diese spannende und perspektivenreiche Reise durch unser Land.
Volker Herres Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen



