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Eine denkmalgeschützte Scheune vor dem Verfall retten – das ist das Ziel in Paplitz, einem kleinem Dorf in der Gemeinde Baruth. Bereits am Montag wird bis in den Abend am Dach gearbeitet – und das ist maroder als gedacht.
Nachdem Andreas Ulrich, die 96 Stunden-Helfer und die Vereinsmitglieder der Dorfgemeinschaft Paplitz live in der zibb-Sendung den Startschuss zur Aktion gaben, wird die Arbeit gleich aufgenommen. Erster Arbeitsschwerpunkt: das marode Dach. Die alten Dachziegel, die nur noch lückenhaft vorhanden waren, werden entfernt. Darunter zeigt sich, dass die Balken, die das Dach tragen teilweise so morsch sind, dass sie entfernt werden müssen. Damit die Scheune nicht in sich zusammenbricht, werden noch in der Nacht vorsorglich stabile Metallstützen in der Scheune eingezogen.
Am Dienstagmorgen beginnen die Helfer bereits halb sieben auf der Baustelle. Die Arbeiten am Dach dulden keinen Aufschub. Mit einer Hebebühne werden neue Balken in die Höhe gefahren. Bei allem gilt: Was noch in Ordnung ist, soll erhalten werden, damit auch noch Ursprüngliches in der denkmalgeschützten Scheune vorhanden bleibt. So werden die neuen Balken mit alten noch intakten zusammen verarbeitet.
Das Entrümpeln des zugemüllten Kellergewölbes wird ebenfalls am Dienstag in Angriff genommen. Mindestens 1,60 Meter tief soll der Keller sein, schätzen die Helfer, denn ein Kellerfenster ist in der Grundmauer zu erkennen. Auf das Bernsteinzimmer stoßen die Helfer nicht, sondern auf viel Verrostetes: vier alte Fahrräder, Kühlschränke, alte Autoteile und sogar die Reste einer Schwalbe bringen die Schaufeln wieder ans Tageslicht. Mehrere Container Schutt fallen auf der Baustelle bereits in den ersten Stunden an.
Bauleiter Uwe Ballin zieht am ersten Tag eine positive Bilanz: „Die Arbeiten laufen. Ich bin optimistisch, dass wir unser Vorhaben in den 96Stunden schaffen werden“. Denn die Dorfgemeinschaft ist gut organisiert. Aber Fachleute, die sich mit Dach- und Zimmerarbeiten auskennen, braucht das Helferteam. Auch gebrauchte, blaue Biberschwänze für das Dach fehlen noch. Die vordere Seite des Daches soll schließlich den historischen Zustand der Scheune wiedergeben. Dieses Material müsste in den umliegenden Dörfern doch aufzutreiben sein, oder?
Text von Sara Uhlemann
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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