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zibb 96 Stunden
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Do 09.06.11 18:30

96 Stunden

Donnerstag: Der dritte Tag

Noch 24 Stunden bis zum Ende der Aktion in Paplitz. Unermüdlich gehen die Arbeiten an der historischen Scheune weiter.

Die Konterlatten sind gesetzt, die Dachsteine werden geputzt und die Kreissäge ist im Dauereinsatz.

Das große Ziel für die Halbzeit ist am Mittwochabend geschafft: Der Dachstuhl ist fertig und der Richtkranz wird angebracht. Als der Richtspruch verlesen wird, ist es kurzzeitig ruhig auf der Baustelle. Doch an Aufhören ist nicht zu denken. Bis halb zehn Uhr abends wird gearbeitet und morgens halb sieben geht es weiter. Denn die Dachsteine müssen verlegt werden und das braucht Zeit.

Auch in der Scheune hat sich in den letzten Tagen viel getan. Der zugemüllte Keller ist komplett leer gebaggert. Bauleiter Uwe Ballin schätzt, dass sie etwa 35 Kubikmeter Schutt, Müll und Schrott aus dem Keller geräumt haben. Neben den Überresten von drei Schwalben, vier Fahrrädern, mehreren Radios und Kühlschränken kam aber doch noch ein kleiner Schatz zum Vorschein. Ein halbes Service echtes Silberbesteck. Das wird nun geputzt und kann dann im Gutsarbeiterhaus ausgestellt werden.

Am Nachmittag ist es endlich soweit. Die ersten Biberschwänze kommen auf das Dach. Dabei hilft auch die Freiwillige Feuerwehr aus Paplitz. Brigitte Radtke, die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, findet die Veränderungen sagenhaft. Sie hätte nicht gedacht, „dass die Scheune wieder einmal so aussieht wie früher“. Grund für die gute Zusammenarbeit sind auch die vielen Helfer aus dem Ort. Denn hier hilft jeder jedem, so auch bei der Rettung der Scheune.

Am Anfang der Aktion waren nicht alle optimistisch, ob das Großprojekt in 96 Stunden zu schaffen ist. Eine interne Wettgemeinschaft in Baruth setzte mit dem Wetteinsatz Bier und Grillgut noch am Dienstag dagegen. Doch die Fortschritte an der Scheune lassen die Paplitzer hoffen, dass sie es schaffen. Die Gegenwetten nehmen sie zudem als Ansporn. Auch am dritten Tag soll wieder bis spät in die Nacht gearbeitet werden. Denn die Dorfgemeinschaft hat auf sich gesetzt.

Dieser Text gibt den Sachstand vom 09.06.2011 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

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