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Es ist geschafft: Die vom Verfall bedrohte Scheune in Paplitz konnte mit vereinten Kräften gerettet werden. Pünktlich zum Ende der 96Stunden halten die musealen Geräte in einer kleinen Parade feierlich Einzug.
In 96 Stunden ist hier etwas erreicht worden, was seinesgleichen sucht. Am vergangenen Montag stand in Paplitz hinter dem Gutsarbeiterhaus eine vom Einsturz bedrohte Scheune aus marodem Holz und zahlreichen Lücken in der Dachverkleidung. Zwischenzeitlich nur noch von der Rüstung und Metallstützen gehalten, steht hier jetzt eine renovierte und wetterfeste Scheune, in der sowohl neues als auch ursprüngliches Material zusammen verarbeitet wurde.
Am Freitag werden die letzten Dachsteine verlegt und das große Scheunentor montiert. Der entmüllte Keller bekommt eine Holzabdeckung mit Luke. Und auch der Scheunenboden bekommt ein neues Aussehen. Mit verschiedenen, alten Steinen wird der Boden gepflastert. Wie die Biberschwänze für das Dach wurden auch die Steine aus umliegenden Orten gespendet.
Die Atmosphäre auf der Baustelle war die ganze Woche sehr angenehm und familiär, findet Reporter Andreas Ulrich: „Der Umgang miteinander war sehr unkompliziert, auch zwischen den älteren Leuten aus dem Dorf und den jungen Lehrlingen“. Als erfahrener 96Stunden-Reporter fällt sein Fazit der Aktion durchweg positiv aus: „Das hatten wir so glaube ich noch nie, dass ein ganzes Dorf auf den Beinen war und geholfen hat. Bis auf kurze Ruhepausen in der Nacht wurde fast durchweg gearbeitet. Man hat an jeder Ecke den Eindruck, dass etwas Grundsolides entstanden ist, das lange hält“.
Ortsvorsteherin Marlies Patzer kann kurz vor Ablauf der 96 Stunden über die Leistung der Helfer in den vergangenen vier Tagen nur ungläubig den Kopf schütteln. „Toll ist vor allem, dass niemand nur vorbei gekommen ist, um zu gucken. Alle haben mit angepackt. Jeder wie er konnte. Und viele der Helfer haben sich extra frei genommen“. Auch von den vielen Firmen, die dem Projekt Materialien oder Verpflegung für die Helfer gespendet haben, ist sie begeistert.
Zum Abschluss der 96Stunden wird in Paplitz ein Schwein gegrillt und das gespendete Bierfass angeschlagen. Denn es ist geschafft. Angeführt von der alten Feuerwehr werden die historischen Maschinen in einer Parade von Dreschmachine, Hächselmaschine, Rübenpresse und Co. an ihren neuen Ausstellungsort gebracht.
Nächsten Samstag, den 18.06., um 18:32 Uhr sehen Sie die schönsten Momente der 96Stunden – Zeit zum Helfen in Paplitz im rbb Fernsehen.
Danke an alle Helfer und Spender – wir kommen wieder mit 96Stunden, voraussichtlich vom 29. August - 2. September aus Berlin!
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/96stunden/archiv/96_stunden_vom_06/freitag__der_vierte.html