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Die Helfer sägen das Holz zu und manövrieren die Sparren aufs Dach. Der Dachstuhl muss fertig werden. Gut organisiert ist die Dorfgemeinschaft - nur das Wetter lässt sich nicht beeinflussen.
Die Baustelle umgibt den ganzen Tag eine permanente Geräuschkulisse. Der Klang von Sägen und Gehämmer schallt über den Hof von Scheune und Gutsarbeiterhaus. Aber nicht nur der: Auch Donner ist stetig zu hören. Es ist warm und schwül und der Himmel kündigt Regen und Gewitter an. Pünktlich zur Mittagszeit geht der erste gewittrige Starkregen los. Die Arbeiter müssen runter von Dach und Gerüst. Denn die Sicherheit auf der Baustelle ist das wichtigste.
Doch der Arbeitseifer ist nicht zu bremsen. Kaum ist das Gewitter vorbei, geht es nach einer Suppenstärkung zurück auf das Dach. Dabei muss besonders achtsam gearbeitet werden. Kein Balken, der entfernt wird, darf die Scheune zum Einstürzen bringen. Das Ziel ist klar: Der Dachstuhl muss fertig werden, denn die Ziegel müssen auch noch verlegt werden und heute ist bereits Halbzeit bei 96Stunden.
Die gut organisierte Dorfgemeinschaft und der Wille zu helfen in der Umgebung machen sich auch heute wieder bemerkbar. Zahlreiche Lieferungen erreichen die Baustelle. Den Aufrufen zum Helfen gefolgt, ist unter anderem auch der Landkreis Teltow-Fläming. Die Kreisverwaltung spendiert den Helfern mehrere Dosen Holzschutzmittel für die Außenverkleidung der Scheune. Ein Baustoffhandel aus der Umgebung spendet Dachrinnenmaterial und Getränke werden geliefert - bereits zum dritten Mal in dieser Woche. Auch die gebrauchten Biberschwänze für das Dach kommen am Dienstag. Aus einem Ort drei Dörfer weiter von Paplitz meldet sich ein Mann bei den Helfern, der die benötigten Dachsteine hat. Als gebürtiger Paplitzer möchte er das Projekt damit unterstützen.
Zur Halbzeit hat sich auch der Bürgermeister von Baruth angekündigt. Es soll gegrillt werden, um die Helfer zu stärken. Doch Halbzeit heißt auch, es sind nur noch 48 Stunden bis zum Ende der Aktion. Und das wissen die Paplitzer und ihre Helfer. Die Vorgabe: Heute wird lange gearbeitet. Wenn das Wetter mitspielt.
Text von Sara Uhlemann
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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