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Nach dem Startschuss wurde Montag Abend noch bis 22:00 Uhr gebaut – Dank THW-Ortsverein Prenzlau, der auf der Baustelle für Erleuchtung gesorgt hat.
Um 6:30 Uhr krähen in Wendemark nicht nur die Hähne! Dienstag gibt es Konkurrenz von Hämmern, Sägen und Baumaschinen – auch dichter Nebel und Temperaturen um den Gefrierpunkt hindern die Wendemarker und ihre Helfer nicht daran, schon so früh loszulegen. Die ersten Wellbleche fallen.
Als die 100 belegten Brötchen zum Frühstück kommen, steht von der maroden Baracke nur noch ein Gerippe.
Mittag. Die ersten sechs von 96 Stunden sind vorbei. An der einen Seite des künftigen Dorftreffs wächst aus weißem Gasbeton der Anbau, auf der anderen ist gerade eine Grube fertig geworden – genau 2,75 m tief, für die Abwassersammelgrube, die dringend noch gebraucht wird Dazwischen balanciert der 72-jährige Lothar Stahl eine Schubkarre über die Baustelle. "Ich wollte schon immer mal bei 96 Stunden dabei sein, hab das immer geguckt, aber die anderen Projekte waren mir zu weit weg“, sagt der ehemalige Lokführer, der nach dem Frühstück aus Angermünde gekommen ist. Wie lange er bleibt? "Solange es für mich als Hilfsarbeiter was zu tun gibt“, lacht er.
Familie Neuendorf aus Wildau beobachtet gespannt den Baufortschritt. Schließlich ist das hier ihr Dorf und ihre Familientradition. Ihre Vorfahren gehörten zu einer der ältesten Siedlerfamilien hier in Wendemark. Mit 1.000 Euro unterstützen die Neuendorfs die 96 Stunden-Aktion – und greifen zum Pinsel.
Bauleiter Jürgen Pohlmann scheint überall gleichzeitig zu sein – guckt immer wieder auf die Uhr, nickt. Eigentlich läuft es gut, aber da sind noch Bretter zu streichen und ein, zwei Tischler könnte er dringend für den Innenausbau gebrauchen. Und ein Gerüst, das fehlt noch immer. Wenn das am Donnerstag nicht dran ist, kann das Dach nicht gedeckt werden. Die Zeit läuft.
Text von Birgit Bruck
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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