
Im Rückblick - 55 Jahre Abendschau
Am 1. September 1958 wurde die Abendschau zum ersten Mal ausgestrahlt; 2013 feierte die traditionsreiche Informationssendung des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) ihr 55. Jubiläum.
Seit ihrer Gründung am 1. September 1958 war die Abendschau vor allem eins: immer auf der Höhe der Zeit. Nur knapp drei Monate hatte die Redaktion, um die erste Sendung auf den Schirm zu bringen. Aus den zunächst 15 Minuten Sendezeit wurden rasch 20 Minuten. Gesendet wurde von Montag bis Sonnabend.
Als die Abendschau am 1. April 1970 das erste Mal in Farbe lief, war die Sendung bei den Zuschauern bereits eine Institution, weil sie über alles berichtete, was die Berliner interessierte – vom Mauerbau bis zum Kennedy-Besuch, aber auch vom Flusspferd Knautschke bis zum Sechs-Tage-Rennen.
Neben den alltäglichen Geschichten aus der Stadt sendete die Abendschau viel Politisches, nach dem Bau der Mauer kam ihr im Kalten Krieg eine noch größere Bedeutung zu. Dabei hatte sie auch die Zuschauer im Ostteil der Stadt im Blick, denn die Abendschau wollte diese am Leben im Westen und den Veränderungen dort teilhaben lassen. Mit der Sendereihe "Wo uns der Schuh drückt" hatte man 1963 ein Fernseh-Format geschaffen, in dem sich der Regierende Bürgermeister, damals Willy Brandt, an die Berliner auf beiden Seiten der Mauer wandte.
Neben den alltäglichen Geschichten aus der Stadt sendete die Abendschau viel Politisches, nach dem Bau der Mauer kam ihr im Kalten Krieg eine noch größere Bedeutung zu. Dabei hatte sie auch die Zuschauer im Ostteil der Stadt im Blick, denn die Abendschau wollte diese am Leben im Westen und den Veränderungen dort teilhaben lassen. Mit der Sendereihe "Wo uns der Schuh drückt" hatte man 1963 ein Fernseh-Format geschaffen, in dem sich der Regierende Bürgermeister, damals Willy Brandt, an die Berliner auf beiden Seiten der Mauer wandte.
Der 13. August 1961 wurde zum schicksalhaften Tag für Berlin und eine Herausforderung für die Abendschau-Redaktion. In Sondersendungen, Berichten und Kommentaren ordnete man das Geschehen ein und begleitete diesen gravierenden Einschnitt in das Leben der Stadt. Über das Radio und die Abendschau wurde Willy Brandts Rede vor dem Rathaus Schöneberg am 14. August 1961 verbreitet, in der er dazu aufrief, Ruhe zu bewahren und die Sowjetunion nicht zu provozieren.
In der Zeit nach dem Mauerbau verstand sich die Abendschau als Stimme des freien West-Berlins sowie als Informationsgeber für die Ost-Berliner, die Moderator Hans-Werner Kock vor allem meinte, wenn er sich mit "Macht’s gut Nachbarn!" verabschiedete. Ab 1972 berichteten die Abendschau-Reporter auch immer wieder aus Ost-Berlin, durch die Eröffnung eines ARD-Studios in Ost-Berlin wurde die Berichterstattung ab 1974 kontinuierlicher.
Stand die Abendschau in den Jahren der Studentenbewegung der Außerparlamentarischen Opposition eher kritisch gegenüber, so geriet sie während der Zeit der Hausbesetzerbewegung eher in den Verdacht, allzu enge Kontakte zur Szene zu haben. Häufig waren Abendschau-Reporter als erste an Ort und Stelle, wenn wieder mal ein Haus besetzt wurde. Gegen den Protest des SFB-Intendanten Günter Herrmann beschlagnahmte die Polizei einmal sogar Filmmaterial.
In der Zeit nach dem Mauerbau verstand sich die Abendschau als Stimme des freien West-Berlins sowie als Informationsgeber für die Ost-Berliner, die Moderator Hans-Werner Kock vor allem meinte, wenn er sich mit "Macht’s gut Nachbarn!" verabschiedete. Ab 1972 berichteten die Abendschau-Reporter auch immer wieder aus Ost-Berlin, durch die Eröffnung eines ARD-Studios in Ost-Berlin wurde die Berichterstattung ab 1974 kontinuierlicher.
Stand die Abendschau in den Jahren der Studentenbewegung der Außerparlamentarischen Opposition eher kritisch gegenüber, so geriet sie während der Zeit der Hausbesetzerbewegung eher in den Verdacht, allzu enge Kontakte zur Szene zu haben. Häufig waren Abendschau-Reporter als erste an Ort und Stelle, wenn wieder mal ein Haus besetzt wurde. Gegen den Protest des SFB-Intendanten Günter Herrmann beschlagnahmte die Polizei einmal sogar Filmmaterial.
Eine historische Stunde für Berlin und eine bedeutende für den Sender Freies Berlin (SFB) schlug am 9. November 1989. Nachdem das Fernsehen der DDR die Pressekonferenz von Günter Schabowski live ausgestrahlt hatte, eilte der Regierende Bürgermeister Walter Momper ins Abendschau- Studio und informierte die Berliner über den Stand der Ereignisse und die bevorstehende Reisefreiheit. Dies war für viele Ost-Berliner das Signal, zu den Grenzübergängen zu strömen. Die Abendschau-Extras "Offene Grenze" mit Hans-Werner Kock am folgenden Morgen dokumentierten die Ereignisse der Nacht der Maueröffnung und damit ein wichtiges Stück Zeitgeschichte.
Mit der Wiedervereinigung und der Entscheidung für Berlin als Bundeshauptstadt veränderte sich für den SFB und damit auch für die Abendschau die Aufgabenstellung. Kontinuierlich begleitete die Sendung den Umbruch im Osten der Stadt, den Wandel der bisherigen Viersektorenstadt zur Bundeshauptstadt, den Abzug der Westalliierten und der GUS-Streitkräfte und die Ankunft der Bundesregierung.
Unter veränderten Vorzeichen berichtet die Abendschau auch weiterhin über alles, was in der Stadt wichtig ist: von der Einweihung des Holocaust-Mahnmals über die Eröffnung des Hauptbahnhofs bis zu einem Eisbären namens Knut.
Mit der Wiedervereinigung und der Entscheidung für Berlin als Bundeshauptstadt veränderte sich für den SFB und damit auch für die Abendschau die Aufgabenstellung. Kontinuierlich begleitete die Sendung den Umbruch im Osten der Stadt, den Wandel der bisherigen Viersektorenstadt zur Bundeshauptstadt, den Abzug der Westalliierten und der GUS-Streitkräfte und die Ankunft der Bundesregierung.
Unter veränderten Vorzeichen berichtet die Abendschau auch weiterhin über alles, was in der Stadt wichtig ist: von der Einweihung des Holocaust-Mahnmals über die Eröffnung des Hauptbahnhofs bis zu einem Eisbären namens Knut.

