Zerstörte Vielfalt: - Die Komponistin Ursula Mamlok

Ursula Mamlok wurde 1923 in Berlin geboren. Wegen der Verfolgung durch die Nationalsozialisten musste sie zusammen mit ihrer Familie im Jahr 1939 Deutschland verlassen und ins Exil in das ecuadorianische Guayaquil gehen.

Später fand sie in den USA eine neue Heimat. Nach fast 70 Jahren kehrte Ursula Mamlok 2006 nach dem Tod ihres Ehemannes nach Berlin zurück. Ein Film, der ihre Geschichte erzählt, soll bei der nächsten Berlinale zu sehen sein.

In Wochenserie "Zerstörte Vielfalt", in der an die Novemberpogrome von 1938 erinnert wird, stellt die Abendschau Menschen vor, die den Holocaust nicht überlebt haben, sowie Zeitzeugen wie Ursula Mamlok, die heute noch von den Verbrechen der Nazis erzählen kann.

Beitrag von Arndt Breitfeld

Hetzmarsch gegen Juden [Foto: dpa]

75. Jahrestag der Pogromnacht - "Ich will stark bleiben bis zuletzt": Berliner Juden im Nationalsozialismus

Die Pogromnacht vom 9. November 1938 jährt sich zum 75. Mal. Die Übergriffe der Nationalsozialisten waren der Auftakt zur offenen Gewalt gegen Juden. Für das Projekt "Wegmarken" haben rbb Inforadio-Reporter und Studierende der Humboldt Universität bisher unbeachtete Briefe und Dokumente in Archiven gesichtet und Nachfahren aufgespürt, um herauszufinden, wie Juden in Berlin die Verfolgung erlebten.