Ausflugstipp -
Wer auf der Glienicker Brücke in Wannsee steht, erblickt südlich einen Landschaftspark im englischen Stil: den Park Babelsberg. Wir stellen ihn im Rahmen unseres Ausflugstipps in dieser Woche vor.
Der 114 Hektar große, hügelige Park bietet schöne Spaziergänge durch eine Gartenlandschaft, die von Gartenkünstler Lenné und später von Fürst Pückler-Muskau im Auftrag des Prinzen Wilhelm, später Kaiser Wilhelm I. und seiner Gemahlin Augusta,gestaltet wurde.
Der Flatowturm, wurde in den Jahren 1853–1856 nach Plänen von des Architekten Strack gebaut, gestattet nur am Wochenende einen Blick von oben. Dort ist auch eine Ausstellung über die besondere Gartengestaltung zu sehen.
Am nördlichen Ende des Parks hielt durch den Bau des Dampfmaschinenhauses die technische Errungenschaft des 19. Jahrhunderts Einzug im Park Babelsberg. Nach Plänen von Ludwig Persius entstand es in den Jahren 1843–1845 zusammen mit der Anlage eines Bewässerungssystems unter der Leitung von Moritz Gottgetreu.
Das Schloss Babelsberg, im Stil der englischen Gotik gestaltete Gebäude wurde in den Jahren 1835–1849 nach Plänen der Architekten Karl Friedrich Schinkel, Ludwig Persius und Johann Heinrich Strack errichtet, ist allerdings nur von außen zu besichtigen, es ist eingerüstet und wird saniert.
Der Geysir im Park Babelsberg in Potsdam
In der Glienicker Lake zwischen dem Park Babelsberg und der Glienicker Brücke wurde ein Geysir angelegt. Hier sprudelt, so sie eingeschaltet ist, die höchste Fontäne in Potsdam. Höher als die Fontaine vor dem Schloss Sanssouci steigt hier das Wasser empor. Feierliche eingeweiht wurde diese Anlage am 25. Mai 1845.
Der Geysir war viele Jahre nicht funktionsfähig. Da fand sich im Herbst 2006 ein Sponsor, der die Instandsetzung finanzierte.
Beitrag von Heike Boldt-Schüler


