Kraniche in der Luft (Quelle: rbb)

Ausflugstipp - Wanninchen bei Luckau

In Wanninchen ist innerhalb weniger Jahrzehnte all das vernichtet worden, was die Erde in Jahrmillionen geschaffen hatte. Der Braunkohleabbau in der Niederlausitz hat die Landschaft so geschunden, dass sie zur Wüste wurde und auch Landschaftsschützer dachten, das es wohl so bliebe.

In den letzten Jahrzehnten hat sich aber gezeigt, dass sich die Natur alles zurück erobert, wenn man sie lässt. Die Vögel, die vorwiegend aus Polen und Estland kommen, finden auf den umliegenden Äckern genug zu fressen: Mais, Mäuse und was sie sonst noch so brauchen, um sich für den Flug gen Spanien zu mästen.

Fische gibt es in diesen, noch sehr sauren, Seen nicht. Aber Kraniche brauchen die halbhohen Gewässer, um darin sicher vor Feinden übernachten zu können. Auch Wildgänse kommen mittlerweile in Scharen in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen und kreischen hier rum.

Besucher können hier übrigens auch ne Menge lernen: Das Heinz-Sielmann-Naturerlebniszentrum befindet sich in dem letzten noch verbliebenen Haus vom Ort Wanninchen, der 1985 weggebaggert wurde.

Kurz vor Sonnenuntergang stellen die Naturschützer für Interessierte schweres Gerät auf, mit dem man die Kraniche gut beobachten kann. Manche Kulturen glauben zum Beispiel, dass die Seelen der Verstorbenen auf dem Rücken von Kranichen zum Himmel getragen würden. Er ist ein Symbol der Wachsamkeit und Klugheit und gilt als “Vogel des Glücks". Und Glück kann die karge Tagebaulandschaft in der Niederlausitz rund um Wanninchen wohl noch immer gut gebrauchen.

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