Dorfkirche in Berlin-Kaulsdorf, Foto: Harald Rossa via Wikimedia commons

Berlin von A-Z - Kaulsdorf

Jeden Sonntag treffen wir in einem der 96 Berliner Ortsteile Zufallsbekanntschaften, die uns ihre Geschichte und die ihres Kiezes erzählen. Diesmal ist Robert Frenz unterwegs in Kausldorf.

In unserer Reihe Berlin A-Z, in der wir Ihnen immer sonntags in der Abendschau einen der insgesamt 96 Ortsteile vorstellen, sind noch drei Orte übrig. Einer davon befindet sich im äußersten Osten der Stadt, im Bezirk Marzahn-Hellersdorf - dort liegt, zwischen Biesdorf und Mahlsdorf, im südlichen Zipfel Kaulsdorf.

Seit fast 150 Jahren halten Züge in Kaulsdorf - wer heutzutage mit der S-Bahn ankommt, landet praktisch mitten im Zentrum des Ortsteils. Der ganze Stolz des Ortsteils ist das alte Angerdorf. Mit der Kirche, die zur Jahrhundertwende ein neues Dach bekommen hat.
kaulsdorf entstand vor 1200 im Zuge der mittelalterlichen sogenannten deutschen Ostsiedlung in Umstrukturierung einer slawischen Siedlung. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurden 1638 alle Höfe im Dorf verwüstet und waren ohne Bewohner - es dauerte bis 1652, bis in Kaulsdorf fast die Höfe wieder besetzt wurden.
Bis 1920 gehörte der Ort zum Landkreis Niederbarnim, dann wurde Kaulsdorf nach Groß-Berlin eingemeindet. Die B1 durchschneidet den Ortsteil. Genau hier liegt der sogenannte Berliner Balkon. Ein natürliches Gefälle, von dem man einen Blick bis zu den Müggelbergen hat. Aber auch rüber zu den Kaulsdorfer Seen, auch "Kaulis" genannt, die zu den saubersten der Stadt zählen sollen.

Und hier finden Sie Kaulsdorf: