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In dieser Folge trifft Dieter Moor auf Rolf Zacher und Norbert Leisegang, besucht Norbert Kohlhaase und seine Frau, macht Station bei einem UFO in Wulkow und ist in Klein Leppin, wo ein ganzes Dorf Opern liebt.
Tour-Route auf einen Blick
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Rolf Zacher besucht den Hof von Dieter Moor in Hirschfelde
Als Rolf Zacher auf dem Hof in Hirschfelde ankommt, steckt ihm eine sechsstündige Autofahrt in den Knochen. Vielleicht liegt es ja daran, dass er anfangs unhöflich wirkt. Den Hof findet er erst einmal zu klein. "Das ist doch kein Hof, das ist ein Höfchen", meint er. Gnade finden allein die Blumen. "Ein so schönes Blau", sagt Rolf Zacher. Tatsächlich hat der gebürtige Berliner Zacher als Kind einige Jahre auf dem Land verbracht. Er wollte sogar einmal Bauer werden, aber er ist erst einmal Bäcker geworden. Und auch wenn seine Liebe heute wie damals der Schauspielerei gilt, ist er ein wenig stolz darauf, einen "richtigen, handfesten Beruf" erlernt zu haben. Überhaupt haben wir gemerkt, dass Rolf Zacher aus einem bemerkenswerten Leben erzählen kann.
Wolfgang Kohlhaase zeigt sein Refugium in Reichenwalde
Es ist ein bezauberndes Haus, in dem Wolfgang Kohlhaase gemeinsam mit der ungarischen Tänzerin Emöke Pöstenyi wohnt. Das fängt schon mit dem Eingang an. Tritt man durch die Haustür, ist man gleich in der Küche. Und hinter der Küche öffnet sich ein Zimmer nach dem anderen. "Hierher sind wir 1968 gekommen", erzählt Kohlhaase. Er schreibt seit über 50 Jahren Drehbücher. Als Zeitungsreporter fing er einst an, schnell landete er beim Film. Und irgendwann lernte er seine Frau kennen, die Anfang der 60er Jahre in die DDR kam. Es war der Beginn einer inzwischen über 40 Jahre währenden Künstler-Beziehung.
Norbert Leisegang zeigt uns sein Potsdam
Als Treffpunkt schlägt Norbert Leisegang den Ruinenberg von Sanssouci vor. Ein Berg, der seinen Namen den künstlichen Ruinen verdankt, die Friedrich der Große hier einst errichten ließ – eigentlich dient der Berg als Wasserreservoir für die Fontänen von Sanssouci. Entdeckt hat Norbert Leisegang diesen Ort vor über 25 Jahren. Damals war er neu in Potsdam und diese seltsame Kulisse zog ihn an. Ihn, den Pädagogik-Studenten, der davon träumte, Musiker zu sein. Hier oben hing er seinen Gedanken nach, und manchmal auch einer Song-Idee. Von diesen Anfängen erzählt er uns. Am Ende offenbart er uns noch eine andere Leidenschaft. Er führt uns
in eine Turnhalle. Hier trainiert er einmal pro Woche - Geräteturnen.
Ein Dorf macht Oper
Ein ganzes Dorf liebt die Oper: Klein Leppin in der Prignitz hat seit sechs Jahren seine eigenen Festspiele. Ein alter Schweinestall wurde eigens dafür kurzerhand zur Bühne umgebaut. Die Idee hatten zugezogene Berliner gemeinsam mit den Alt-Eingesessenen: Gerade proben sie Mozarts "Zauberflöte" und wir durften schon mal vorab zuhören.
Ein Ufo in Wulkow
Am Ortseingang vor Wulkow, einem Dorf bei Frankfurt (Oder), entdecken wir ein ungewöhnliches Ferienhaus. Es sieht aus wie ein Ufo und man kann es mieten. Bis zu 14 Personen können hier übernachten. Der Verein Ökospeicher hatte die Idee dazu gleich nach der Wende. Nach der Schließung der LPG sucht man nach neuen Perspektiven für Wulkow – man etablierte die ökologische Landwirtschaft, gründete einen Naturkindergarten und baute das Ökohaus.
Erstausstrahlung rbb/ 02.09.2009
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/bauer_sucht_kultur/beitrag/bauer_sucht_kultur1.html