
- Stefan Fürstenau
Als Stefan Fürstenau in die Lehrter Straße nach Moabit zog, war die Stadt noch zweigeteilt - und sein Wohngebiet in einem sehr beklagenswerten Zustand. Das war 1984.
Damals sei die Lehrter Straße eine "Mini-Bronx" gewesen, das Areal galt als Abrissgebiet, die Gebäude verfielen zunehmend. Heute - fast dreißig Jahre später - spürt er, wie moderne Wohn- und Geschäftshäuser seinem Kiez immer stärker auf die Pelle rücken und sich Touristen aus aller Welt im noch ursprünglichen Teil von Moabit umschauen. Der Berliner Hauptbahnhof ist nur wenige hundert Meter von seiner Wohnung entfernt.
Hier wohne ich
Auch die Kulturfabrik Moabit e.V. – ein alternatives Freizeitobjekt, dem sich Stefan Fürstenau von Anfang an ehrenamtlich verbunden fühlt – bekommt die neue Zeit zu spüren, sie erhält demnächst eine Komplettsanierung, das Geld ist bereits bewilligt. 3,8 Millionen Euro soll der Umbau des fast hundert Jahre alten Lagergebäudes kosten.
Das hört sich im ersten Moment ausschließlich positiv an. Doch diese Entwicklung habe auch ihre Kehrseite, meint Stefan Fürstenau. Bisher arbeiteten alle Initiativen im Haus ehrenamtlich; mit der Sanierung werde eine gewisse Professionalisierung Einzug halten müssen. Das werde ein schwieriger Spagat, da sei er sich sicher, das Alternative, Spontane, Außergewöhnliche der verschiedenen Projekte solle auf gar keinen Fall aufgegeben werden.
Da Stefan Fürstenau der Beauftragte der Kulturfabrik für die sehr komplexen Umbauten ist, wird er den größten Teil seiner Freizeit für die Sanierung des Hauses verwenden.
Seine Brötchen und seine Miete verdient er bei AVM, einem Moabiter Unternehmen, das Breitband-Endgeräte anbietet und in Deutschland mit 50% Anteil Marktführer ist. Bekannt ist AVM vor allem durch die innovative FRITZ!-Familie. Als Manager Produkt Management Support hilft Stefan Fürstenau bei der Fehleranalyse der AVM-Produkte.
