Steckbrief-Logo auf Stadtansicht von Cottbus; Quelle: rbb

- Steckbrief Cottbus

Cottbus - Die Lausitzmetropole

Die Stadt Cottbus, im Südosten des Landes Brandenburg gelegen, hat kein besonders gutes Image. Viele halten sie für uninteressant, langweilig und etwas trist. Könnte es sein, dass dieses Image besonders von denen gepflegt wird, die noch nie in der Stadt waren? Sicher, Cottbus ist nicht mit Potsdam oder Berlin zu vergleichen, trotzdem hat sich die zweitgrößte Stadt in Brandenburg mit etwas mehr als 100.000 Einwohnern in den vergangenen zwanzig Jahren ziemlich gemausert.

Cottbus - Die Universitätsstadt

Cottbus ist die einzige Universitätsstadt in Brandenburg, 1991 wurde die Errichtung der BTU, der Brandenburgischen Technischen Universität, beschlossen, 1996 endete die Gründungsphase der Universität mit vier Fakultäten. Heute studieren mehr als 6600 Studenten in Cottbus und sorgen für ein internationales Flair.
Energie Cottbus

Cottbus - Die Stadt des Sports

Cottbus ist des weiteren eine Stadt des Sports. Nicht nur wegen des Fußballklubs Energie Cottbus. In der Stadt befinden sich Olympiastützpunkte für die Sportarten Turnen, Fußball, Leichtathletik, Boxen, Handball, Volleyball und Radport. An der Sportschule Lausitz mit angeschlossenem Internat trainiert der hoffnungsvolle Nachwuchs.
Herbststimmung in Branitz (Quelle: dpa/Ralf Hirschberger)
Schloss Branitz

Cottbus - Die grüne Stadt

Cottbus hat einige schöne Grünanlagen und Parks - wie zum Beispiel den Branitzer Park, den wohl bekanntesten und bedeutendsten Park in der Stadt. Der "innere" und der "äußere Park" sind mehrere hundert Hektar groß und ein Gartenkunstwerk internationaler Bedeutung. Seit 2004 gehört der Park zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sehenswert ist ebenfalls das Branitzer Schloss – mit dem Originalinterieur aus der Zeit des Fürsten Pückler, der sich 1871 in der Seepyramide feierlich bestatten ließ.
Einige Fernradwege führen durch Cottbus:
- Fürst-Pückler-Weg
- Gurken-Radweg,
- Spreeradweg und die
- Tour Brandenburg.
Abriss Plattenbauten; Quelle: rbb

Cottbus - Die Stadt der Plattenbauten

Cottbus-Sachsendorf war früher das größte Plattenbaugebiet der DDR. Bis zur Wende lebten dort 30.000 Menschen. Nach dem Ende der DDR begann dann allerdings der massenhafte Wegzug aus Sachsendorf und Neu-Schmellwitz, dem zweiten großen Neubaugebiet der Stadt. Weil nicht mehr alle Wohnungen vermietet werden konnten, wurden bis 2010 in beiden Wohngebieten mehr als 9000 Wohnungen abgerissen. Trotzdem steigt der Leerstand in Sachsendorf und Neu-Schmellwitz aktuell wieder an, Experten prognostizieren, dass in absehbarer Zeit weitere 1000 Wohnungen nicht mehr gebraucht werden. Doch der "Stadtumbau Ost", ein gewaltiges Förderprogramm zum Abriss von Wohnungen, gibt es in dieser Form nicht mehr.

Cottbus - Kreisfreie Stadt

Was die Gemüter der Stadt und der umliegenden Gemeinden lange Zeit erhitzte: die Eingemeindung von mehreren Dörfern, um die so wichtige 100.000-Einwohner-Grenze als Großstadt nicht zu unterschreiten – und die damit verbundenen finanziellen Zuwendungen dauerhaft für die Stadt zu erhalten. Eigentlich wollte die Mehrheit der Einwohner von Gallinchen, Groß Gaglow und Kiekebusch selbstständig bleiben, trotzdem wurden die drei Dörfer Ende 2003 nach Cottbus eingegliedert. Die politisch Verantwortlichen setzen sich über den erklärten Willen der Bürger hinweg.
radioeins Lounge beim Filmfestival Cottbus
der rbb beim FilmFestival in Cottbus

Cottbus - Die Kulturstadt - Theater - Film - Brauchtum

Das Staatstheater Cottbus ist das einzige staatliche Theater in Brandenburg. Es ist ein so genanntes Mehrspartentheater – mit Oper, Ballett, Schauspiel und Konzerten. Mit dem Filmtheater Weltspiegel besitzt Cottbus den nach dem Burg Theater in Burg (bei Magdeburg) zweitältesten Kinozweckbau Deutschlands. (Wikipedia) In Betrieb genommen wurde es im Oktober 1911, vor über 100 Jahren also. Längst hat sich Cottbus auch als wichtigstes Festival für den osteuropäischen Film etabliert. Einzigartig im Land Brandenburg ist das Brandenburgische Apothekenmuseum am Altmarkt und das Wendische Museum, das 1994 in der Cottbuser Altstadt eröffnet wurde, und einen umfassenden Einblick in die anderthalb Jahrtausende slawischer Geschichte auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands und zu sorbisch/wendischem Brauchtum gibt.

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In Cottbus werden seit 1819 Baumkuchen gebacken. Nicht nur für den einheimischen Markt, das aufwändig hergestellte Gebäck wird in fast allen Gegenden des Erdballs geschätzt. Und der Spremberger Turm, mit 31 Metern Höhe das Wahrzeichen der Stadt, kann nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wieder bestiegen werden.