Was fällt Ihnen spontan ein, wenn Sie an den Stadtbezirk Marzahn Hellersdorf denken? Riesige Plattenbau-Siedlungen. Viele sozial Schwache am Stadtrand. Eine hohe Arbeitslosigkeit. Kinderarmut. Billige Mieten und viel Leerstand. Keine Frage; Marzahn-Hellersdorf hat ein eher negatives Image.
Seit der Wende hat sich viel getan
Zumal zum Stadtbezirk auch Biesdorf, Mahlsdorf und Kaulsdorf gehören, in denen etwas mehr als 70.000 Menschen vor allem in Ein- und Mehrfamilienhäusern wohnen. Die anderen rund 180.000 Menschen des Stadtbezirks wohnen dagegen in den Großsiedlungen im aufwändig sanierten und damit aufgewerteten Plattenbau.
Marzahn-Hellersdorf hat mehr zu bieten als Tristesse und Betonwüsten
Die Großsiedlungen Marzahn und Hellersdorf gelten seit längerem als sehr grüne Wohngebiete – mit geringer Kriminalität und dem einen oder anderen touristischen Anziehungspunkt. Die "Gärten der Welt" sind mittlerweile weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und beliebt, das Naturreservat rund um das Wuhletal lädt zum Spaziergang und zur Radtour ein, auch die Marzahner Bockwindmühle ist einen Besuch wert.
Rathaus Marzahn
Wirtschaft und Soziale Lage
Marzahn-Hellersdorf gehört zu den Bezirken mit dem höchsten Anteil von Kindern und Jugendlichen im Hartz-IV-Bezug. Die Arbeitslosigkeit betrifft die Großsiedlungen erheblich stärker als die Siedlungen Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf. Überdurchschnittlich viele Spätaussiedler und Russlanddeutsche - 20.000 bis 25.000 - leben in Marzahn und Hellersdorf, viele sind weder beruflich noch sozial integriert. Aber der Stadtbezirk verfügt über das größte zusammenhängende Gewerbegebiet Berlins.
Stadtentwicklung
Der Senat will die Internationale Gartenausstellung 2017 von Tempelhof nach Marzahn verlegen. Diesen Vorschlag machte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Im Juli 2012. Ursprünglich sollte die Ausstellung auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens stattfinden. Nun soll sie in die Gärten der Welt in Marzahn ziehen.