Geschwister Arzu und Avhan Celebi; Quelle: rbb

Wie lebt es sich in Neukölln? - Geschwister Celebi

Für Arzu und Ayhan Celebi, 35 und 40 Jahre alt, ist Neukölln vor allem Umbruch, Bewegung, multikulturell geprägt.
Die Geschwister, deren Eltern als Gastarbeiter nach Berlin kamen, haben direkt am S-Bahnhof Neukölln ein Hostel eröffnet. Das 2a-Hostel. Eine halbe Million Euro haben sie in den Umbau des Gebäudes gesteckt. Damals fragte Bürgermeister Heinz Buschkowsky: "Welcher Verrückte investiert denn hier?"

Doch das Hostel, das im Dezember vergangenen Jahres eröffnet wurde, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Sieben Jahre hat es gedauert, bis aus einer ersten vagen Idee ein Hostel wurde. Anfangs waren sie selbst skeptisch, ob die Geschäftsidee funktioniert, doch mittlerweile sind sie vom Standort überzeugt.

Auch andere Geschäftsleute in der näheren Umgebung reagieren inzwischen positiv, das Hostel schafft Arbeitsplätze und bringt Kundschaft. 12 Arbeitnehmer beschäftigen die beiden jungen Self-Made-Unternehmer – in Vollzeit und Teilzeit. Kompetentes Personal zu bekommen, das war nicht besonders schwierig, nur Bewerber mit zu schlechten Deutschkenntnissen fielen sofort bei Arzu Celebi durch.
Das gastronomische Angebot im angesagten Norden Neuköllns – so finden sie – ist Spitze.

Und wie steht es um die Sicherheit? Man ist in der Großstadt, sagen sie und raten den Touristen grundsätzlich, in den Abendstunden vorsichtig zu sein. Im Hostel macht ein Security-Mitarbeiter ab 19.00 Uhr seine Rundgänge, sicherheitshalber, damit nichts passiert und alles ruhig bleibt.

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