Reinhard Neumann; Quelle: rbb

- Reinhard Neumann

Wer sich mit Reinhard Neumann über Breddin, eine kleine Gemeinde im Westen des Landkreises unterhält, merkt schnell, dass er geübt ist, die positiven Eigenschaften seiner Heimat ohne langes Nachdenken aufzuzählen.
Breddin ist ein schönes, sauberes, gesundes Straßendorf, sagt er. Da es keinen Discounter gibt, konnten sich kleine Geschäfte halten - ein Lebensmittelladen, Friseur, Bäcker, Fleischer, Tischler, ein Blumenladen, zwei Gaststätten und sogar ein Dönerladen! Auch Ärzte, Kita und Grundschule gibt es im Ort. Regionalbahnen fahren stündlich Richtung Berlin, Hamburg und Kyritz, außerdem verkehren mehrere Busse.
Als ehrenamtlicher Bürgermeister von Breddin engagiert er sich selbstverständlich dafür, dass sich sein Ort weiterhin positiv entwickelt und im Landkreis nicht übersehen wird. Reinhard Neumann wohnt mit seiner Frau in dem Haus, das um 1900 von den Breddiner Großeltern gebaut wurde. Auf dem Hof leben Hühner, ein Hahn und ein Hund. 
Reinhard Neumann mit seiner Frau Margot; Quelle: rbb
Reinhard Neumann mit Ehefrau Margot
Die Kinder sind bereits erwachsen, haben die Region aber ebenfalls nicht verlassen. Reinhard Neumann hat den vom Vater 1934 gegründeten Elektroinstallationsbetrieb 1975 übernommen. Als studierter Betriebswirt und Elektroinstallateurmeister bildet er regelmäßig Azubis aus. Seine Ehefrau Margot kümmert sich um die Büroarbeit, sie ist die gute Seele des Ladens und der Familie.

Auch die beiden erwachsenen Töchter sind bei ihm angestellt, beide haben eine kaufmännische Ausbildung gemacht. Seit 2009 hat die Familie ein Floristikgeschäft mit Café in Neustadt Dosse. In Breddin gibt es zusätzlich zum Elektroladen ein "Blumen-Lampen-Kramgeschäft". Neumanns sind geschäftstüchtig – und lassen sich gerne mal etwas Neues einfallen.

Die Großfamilie mit Kindern und Enkeln fühlt sich sehr wohl in der Region, alle sind froh, dass es Breddin so gut geht. Natürlich seien Überalterung und Wegzug ein Problem, gibt Reinhard Neumann zu, doch die Abwanderung sei glücklicherweise keine "Einbahnstraße". In den letzten Jahren seien ein paar Leute nach Breddin gezogen, das sei doch ein gutes, ermutigendes Zeichen.

Hier leben wir