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Tempelhof-Schöneberg ist bunt und lebendig. Der Gasometer, das Ullsteinhaus, das KaDeWe, der Tempelhofer Hafen oder die Stadtautobahn – die Summe macht den Reiz aus. "Der Berlin‑Brandenburg Check" testet, wie es sich hier lebt, wie hoch die Mieten sind und wo man einkaufen kann.
Erst seit 2001 ist Tempelhof‑Schöneberg ein Bezirk. Aber ist er wirklich schon zusammengewachsen? Tempelhof‑Schöneberg gilt als größter Industriestandort Berlins. Im Gewerbehof Bülowbogen sind viele Firmen angesiedelt, auch am Teltowkanal und im Industriegebiet Großbeerenstraße. Schöneberg ist auch das andere Berlin ‑ eine Hochburg der Homo‑Szene, die hier nicht nur feiert, sondern auch wohnt. Die lesbische Tango‑Tänzerin Andrea, die in der Pallasstraße Mitglied einer harmonischen Dreier‑WG ist, schätzt die großzügige, bezahlbare Altbauwohnung und das tolerante Umfeld, in dem sie auffallen darf ohne schief angesehen zu werden.
Eher ruhig ist es in Marienfelde, im Hundesalon der humorvollen Inhaberin Bärbel Pisters. Ihre Kundschaft kommt zumeist aus der unmittelbaren Umgebung. Nicht nur die Hundepsychologie funktioniert hier ‑ viele bleiben gleich auf einen Kaffee da, während die Vierbeiner in Form gebracht werden.
Dass man im Stadtbezirk mehr findet als das Tempelhofer Feld, das Rathaus Schöneberg oder die Kneipen um den Nollendorfplatz, wissen die wenigsten. „Der Berlin‑Brandenburg Check“ mit Ansichten über einen aufregend anderen Berliner Stadtbezirk.
(Erstausstrahlung: 04.09.13/rbb)


