- Bierbad - Neuzelle

Haben Sie schon einmal in Bier gebadet? Möglich ist das im Kummerower Hof. Auf der Homepage wirbt der Vater der Bierbad-Erfinderin Susanne Taschner-Schmidt mit dem Slogan: "Wohltuende Entspannung im weltweit ersten Bierbad“.

 

Passionierte Biertrinker erinnern sich wahrscheinlich noch daran, dass es jahrelang einen erbitterten juristischen Streit gab, ob der "Schwarze Abt", ein dunkles Bier, das mit Zucker versetzt ist, auch als Bier bezeichnet werden darf.

2005 entschied das Bundesverwaltungsgericht Leipzig zugunsten des süßlich-süffigen Getränks. Die Richter waren zu dem Urteil gelangt, dass in Deutschland gebrautes Bier auch dann als Bier angeboten werden dürfe, wenn es nicht nach dem Reinheitsgebot produziert worden ist. Das Land Brandenburg musste der Neuzeller Brauerei für den "Schwarzen Abt" die Genehmigung für den Titel "Bier" erteilen. Ein zehn Jahre schwelender Bierstreit ging mit dem Richterspruch zu Ende.

Am Anfang der juristischen Auseinandersetzung gaben sich regionale und überregionale Medien in Neuzelle die Klinke in die Hand, auch das ZDF verspürte den Wunsch, sich in Neuzelle umzuhören und umzusehen. Als Susanne Taschner-Schmidt von den Dreharbeiten hörte, schlug sie vor, im Bier zu baden - das kam beim angereisten Kamerateam gut an. Und so wurde sie zur Erfinderin des Bierbades.

Susanne Taschner Schmidt (Quelle: rbb)

Rund anderthalb Jahre - bis zum August 1997 - hat es dann noch gedauert, bis die richtige Rezeptur für das Bierbad gefunden und den Gästen im Landhotel Kummerower Hof erstmals angeboten werden konnte.

Rund 80 bis 90 Minuten dauert ein Bierbad - inklusive einer 30-minütigen Nachruhe. Ausprobieren und genießen kann man es, wenn man bereit ist, 46 Euro pro Person dafür zu bezahlen.