
- Fußfisch Spa Falkensee
Das Fußfisch Spa gibt es erst seit Juni 2013. Es ist die erste zugelassene Einrichtung im Land Brandenburg. Mittlerweile kommen durchschnittlich drei Stammkunden pro Tag, aller Anfang ist schwer.

Jane Garbotz war als Pharmareferentin viel unterwegs. Mit den beiden kleinen Kindern wurde das immer schwieriger, so dass sie überlegte, sich beruflich zu verändern, am besten mit einer eigenen Firma und flexiblen Arbeitszeiten.
Dass es letztlich ein Fußfisch Spa geworden ist, hat viel damit zu tun, dass ihr Sohn bereits als Baby an Neurodermitis litt und Jane Garbotz auf der Suche nach Therapiemöglichkeiten auch auf die so genannten Knabberfische aufmerksam wurde - rötlich schimmernde Saugbarben, die aus türkischen Thermal- und Heilbädern bekannt sind. Die in Schwärmen lebenden Fische haben keine Scheu vor Menschen und mögen es, die Proteine aus der Haut von Waden und Füßen (bzw. Händen) zu saugen.
Zur therapeutischen Anwendung sind sie in Deutschland allerdings nicht zugelassen. Dennoch war Jane Garbotz so fasziniert, dass sie beschloss, es mit den Fischen zu versuchen. Eine befreundete Frisörin, die gerade ihr Geschäft aufgegeben hatte, bot ihr die Räume an, und Jane Garbotz startete ihren Kampf mit Gesundheitsamt und Tierschutz. Die Auflagen sind sehr streng in Deutschland, in manchen Gegenden ist Fisch Spa überhaupt nicht zugelassen.
Aber Jane Garbotz ließ sich nicht entmutigen, beschäftigte sich intensiv mit Aquaristik, legte die erforderliche Sachkundigenprüfung ab und bestand schließlich auch die strengen Prüfungen des Gesundheitsamtes.
Im Juni 2013 eröffnete sie ihr Fußfisch Spa und ist damit (nach ihrem Wissen) die erste zugelassene Einrichtung im Land Brandenburg. In dem ehemaligen Frisiersalon stehen sechs würfelförmige, für diesen Zweck zertifizierte Becken. In je 100 Liter Wasser schwimmen ca. 40 Fische.
Eine Sitzung dauert maximal 30 Minuten, danach - so ist es festgelegt - müssen die Fische eine Ruhepause einlegen. Zum einen, weil die Aktion ziemlich anstrengend ist für die Tierchen (sie stupsen mit ihrem Maul gegen die Haut und saugen dann die Partikel ab), außerdem verfügen sie über keinerlei Sättigungsgefühl, so dass sie pausenlos Nahrung zu sich nehmen würden.
Gefüttert werden sie morgens und abends mit ganz normalem Fischfutter; mittlerweile hat es Frau Garbotz im Gefühl, wie viel die Fische benötigen. Frau Garbotz hat die Fische bei einem Züchter in Hennigsdorf gekauft, einem Fachmann in der Nähe, falls es mal ein Problem mit den Tieren geben sollte. Dort kauft sie auch ihr Fischfutter.
In jedem Becken befindet sich ein UV-Strahler gegen Keime. Alle sechs Minuten wird das Wasser gefiltert, einmal wöchentlich gibt es einen Teilwasserwechsel. Frau Garbotz muss über alles ganz genau Buch führen.
