Junge Frau begießt sich im Sultan Hamam in Berlin Schöneberg den Rücken mit kaltem Wasser; Quelle: Imago/Sebastian Runge

- Sultan Hamam Berlin

Das Hamam in Schöneberg trägt die Handschrift seiner Gründerin Yasemin Tasev und ist inzwischen ein Familienbetrieb. Das Baden im Hamam entspannt und weicht Haut und Seele auf. Seit Jahrhunderten ist das Ganzkörperpeeling ein fester Bestandteil der Hamam-Kultur - die natürlichste Art, den Körper zu reinigen. Zur Stammkundschaft zählen nicht nur Berliner, sondern auch Touristen.

Yasemin Tasev mit Familie (Quelle: rbb)

Yasemin Tasev ist eine mutige Frau, soviel steht fest. Anfang der 1990er Jahre arbeitete sie als Angestellte im Hamam in der Schokofabrik Kreuzberg, dort entstand nach und nach die Idee, sich mit einem eigenen Hamam selbstständig zu machen. Bevor sie allerdings ihre eigene Chefin sein konnte, 1999 war es soweit, benötigte sie einen größeren Kredit und Nerven wie Drahtseile. Heute, knapp anderthalb Jahrzehnte später, ist sie froh, dass sie den mitunter beschwerlichen Weg konsequent weiter gegangen ist.

"Das Sultan Hamam Berlin ist eine Symbiose eines traditionellen orientalischen Badehauses (türkisches Hamam) und einer modernem Wellness Oase (Spa). Hamam ist die jahrhundertealte Wellness des Orients. Seit 1999 bietet das Sultan Hamam Berlin ein Stück Orient in Berlin, ohne dabei auf Erfahrungen und Modernität der europäischen Wellnesskultur zu verzichten. Dies ist ein Ort der Reinigung, der Pflege, der Entspannung und des Zusammenkommens. Körper, Geist und Seele finden hier gemeinsam Ruhe und Erholung." - So steht es auf der firmeneigenen Internetseite.

Jeder Gast erhält ganz besondere Badeutensilien: die Hamamschale, eine verzierte Messingschale, um sich mit Wasser zu begießen, das Umwickeltuch PESTEMAL, das aus Baumwolle ist und dünner als ein übliches Handtuch, einen Peeling-Handschuh und Seife. Wer möchte, kann sich von einem Peeling-Meister oder einer Peeling-Meisterin einseifen und schrubben lassen.

Das Sultan Hamam ist kein reines Frauen-Hamam, montags ist Herrentag, der Sonntag ist der so genannte gemischte Tag - für Männer und Frauen. An diesem Tag werden alle Gäste gebeten, in Badebekleidung zu erscheinen. An den anderen Tagen sind nur Frauen willkommen.

Der gute Ruf des Hamam hat sich mittlerweile in der ganzen Stadt herum gesprochen. Auch Journalisten der Tagespresse haben das Hamam mehrfach besucht, um anschließend darüber zu berichten: "Sobald man durch die Stahltür im zweiten Stock des Gewerbehofs in der Bülowstraße getreten ist, befindet man sich an einem Ort der Ruhe und Entspannung: Sitzecken mit Brokatkissen in Rot, Blau und Gold, halbtransparente Schleier schwingen leicht im Raum, es duftet nach Zitronenöl, dezente orientalische Musik erklingt.”, so der "Tagesspiegel".

Was werden unsere rbb-Tester zu dieser Kurz-Reise in den Orient sagen? Werden Sie ebenfalls ins Schwärmen geraten? Was haben sie eventuell zu bemängeln?