Junge Frau begießt sich im Sultan Hamam in Berlin Schöneberg den Rücken mit kaltem Wasser; Quelle: Imago/Sebastian Runge

- Wellness in der Metropole

In den letzten Jahren sind in Berlin Thermalbäder, Saunen und Sonnen-Studios wie Pilze aus dem Boden geschossen. Vor allem die Generation 50+ hat die Lust entdeckt mehr für die Gesundheit zu tun. Nicht überall dort, wo Wellness draufsteht, ist auch etwas Gesundes drin. Wir testen Wohlfühloasen in der Hauptstadt.

Wellness ist ein überaus beliebtes Werbewort, das rechtlich nicht geschützt ist.

Den Wellness-Boom macht sich auch die Ernährungsindustrie mehr und mehr zunutze. Wellness-Tee, Wellness-Müsli, Wellness-Salami … jede Ware mit dem Zauberwort verspricht Wohlbefinden und kostet deshalb gleich ein paar Cent oder Euro mehr.

Dabei basiert das Wort Wellness eigentlich auf den englischen Begriffen well-being, fitness und happiness und vereint Wohlbefinden, Spaß und eine gute körperliche Verfassung zu einem ganzheitlichen Lebenskonzept, das in den 50er Jahren in den USA eine neuartige Gesundheitsbewegung begründete.

Erstmals verwendet wurde der Begriff WELLNESS noch viel früher: nämlich 1654 von Sir A. Johnson, er schrieb das Wort so: "wealnesse", übersetzt wurde es im Oxfort English Dictionary mit "gute Gesundheit".

Heute ist Wellness ein fast inflationär verwendeter Begriff: Kalorienreduzierte Lebensmittel, verdauungsfördernde Joghurtprodukte, besonders kuschlige Socken, das alt-ehrwürdige Heizkissen, Massagen aller Art - vom Kopf bis zu den Zehen - , Salben, Cremes und Tinkturen – alle Produkte und Dienstleistungen versprechen eines: Wellness hält länger jung, verhilft zu mehr Sinnlichkeit und neuer Lebenslust und macht fit für den anstrengenden Arbeitsalltag.