
Etappen deutsch-französischer Freundschaft in Berlin - Berlin-Paris: Ziemlich beste Freunde
Wenn das kein Liebesbeweis ist: Im Sommer 1987 lässt Frankreich seine "Tour de France" in Berlin starten! Anlass war die Städtepartnerschaft zwischen Paris und Berlin, die feierlich geschlossen wurde. Die Geschichte dieser Freundschaft hat aber schon viel früher begonnen.
Der Startschuss für die Tour de France ist auf dem Kudamm, inklusive zweier Bergwertungen geht es 150 Kilometer bis zum Ziel zum Schöneberger Rathaus. Am 2. Juli wird dann die Städtepartnerschaft zwischen Paris und Berlin mit der Unterschrift von Jaques Chirac – damals noch Pariser Bürgermeister - und Eberhard Diepgen offiziell. Die Geschichte dieser Freundschaft ist aber viel älter als diese 26 Jahre.
Endlich darf gefeiert werden
Den Grundstein legten 23 Jahre früher die Staatsoberhäupter der beiden Länder: Konrad Adenauer und Charles de Gaulle unterschreiben am 22. Januar 1963 den Élysée-Vertrag. In Berlin waren Franzosen bis dahin in erster Linie als Besatzer präsent. Jetzt können sie wieder miteinander feiern: Noch im gleichen Jahr des Freundschaftsvertrages wird in Berlin das Deutsch-Französische Volksfest im Wedding am Kurt-Schuhmacher-Damm eröffnet. Pariser Savoir-Vivre an der Spree.
Von Berlin nach Paris – und wieder zurück
Seitdem gehören regelmäßige Besuche in der französischen Hauptstadt zur Pflicht und Kür der Berliner Bürgermeister: Von Willy Brandt bis Klaus Wowereit reisen sie alle nach Paris. 1978 eröffnet Dietrich Stobbe im Centre Pompidou sogar eine Ausstellung: "Paris-Berlin. Übereinstimmungen und Gegensätze Frankreich–Deutschland 1900–1933".
Umgekehrt funktioniert’s genauso: Auch für die französischen Staatspräsidenten, wie Giscard d’Estaing oder Francois Mitterand, ist bei Staatsbesuchen in Deutschland der Stopp im geteilten Berlin obligatorisch.
Anschlag auf das Maison de France
Der Anschlag auf das Maison de France 1983 am Kurfürstendamm erschüttert Berliner und Pariser gleichermaßen. 24,38 Kilogramm Nitropenta-Sprengstoff reißen das Dach auf und lassen das Haus teilweise einstürzen. In den Trümmern stirbt ein 26-Jähriger, 23 Menschen werden verletzt. Drahtzieher: der international gesuchte Terrorist Carlos. Aber auch das damalige DDR-Ministerium für Staatssicherheit hat nach Erkenntnissen der Berliner Staatsanwaltschaft den Sprengstoffanschlag unterstützt.
Zwei Städte werden Partner
"Es lebe die Freundschaft zwischen Deutschland, es lebe die Einheit Berlins", erklärt Jacques Chirac, damals noch Bürgermeister von Paris, feierlich als er 1987 nach Berlin kommt. Kurz zuvor hat er gemeinsam mit seinem Berliner Kollegen Eberhard Diepgen im Rathaus Schöneberg das Freundschaftsabkommen zwischen Berlin und Paris unterzeichnet. Draußen wird groß gefeiert - die deutsch-französische Städtepartnerschaft wird nämlich während der 750-jahr-Feiern Berlins geschlossen.
Die schönsten Franzosen und das erste Haus am Platz
2003 bekommt Frankreich einen festen Platz im Herzen von Berlin. Direkt am Brandenburger Tor wird die Französische Botschaft eröffnet. Sie kehrt damit an ihren historischen Ort zurück: von 1870 bis 1945 bis das Gebäude im Krieg zerstört wurde, hatte Frankreich hier seine Vertretung. Die Frankreich-Begeisterung der Berliner erreicht 2007 einen Höhepunkt: "Bleu", "blanc", "rouge", die Nationalfarben Frankreichs, sind überall auf Plakaten der Stadt zu sehen – als Werbung für die Ausstellung "Die schönsten Franzosen". Die Berliner stehen stundenlang Schlange, um die Meisterwerke französischer Impressionisten zu sehen. Dass die aus New York und nicht aus Paris kommen – geschenkt!
Berliner Bären unterm Eiffelturm
Er ist blau, um sein Handgelenk trägt er eine Kette aus Europasternen und auf einem Bauch sind Konrad Adenauer und Charles de Gaulle gemalt: So sieht er aus, der Buddy Bär zum Elysée-Vertrag – einer von 140 Berliner Buddybären, die Klaus Wowereit im Gepäck hat als er im letzten Jahr Paris besucht. Gemeinsam mit seinem Kollegen aus Paris, Bertrand Delanoae, stellt er sie die Berliner Wahrzeichen in Paris auf – direkt unter dem Eiffelturm. Paris mit Berliner Bär wird zu "Bäris". Anlass: 25 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Paris und Berlin müssen gefeiert werden – schließlich soll es ja weitergehen.
Endlich darf gefeiert werden
Den Grundstein legten 23 Jahre früher die Staatsoberhäupter der beiden Länder: Konrad Adenauer und Charles de Gaulle unterschreiben am 22. Januar 1963 den Élysée-Vertrag. In Berlin waren Franzosen bis dahin in erster Linie als Besatzer präsent. Jetzt können sie wieder miteinander feiern: Noch im gleichen Jahr des Freundschaftsvertrages wird in Berlin das Deutsch-Französische Volksfest im Wedding am Kurt-Schuhmacher-Damm eröffnet. Pariser Savoir-Vivre an der Spree.
Von Berlin nach Paris – und wieder zurück
Seitdem gehören regelmäßige Besuche in der französischen Hauptstadt zur Pflicht und Kür der Berliner Bürgermeister: Von Willy Brandt bis Klaus Wowereit reisen sie alle nach Paris. 1978 eröffnet Dietrich Stobbe im Centre Pompidou sogar eine Ausstellung: "Paris-Berlin. Übereinstimmungen und Gegensätze Frankreich–Deutschland 1900–1933".
Umgekehrt funktioniert’s genauso: Auch für die französischen Staatspräsidenten, wie Giscard d’Estaing oder Francois Mitterand, ist bei Staatsbesuchen in Deutschland der Stopp im geteilten Berlin obligatorisch.
Anschlag auf das Maison de France
Der Anschlag auf das Maison de France 1983 am Kurfürstendamm erschüttert Berliner und Pariser gleichermaßen. 24,38 Kilogramm Nitropenta-Sprengstoff reißen das Dach auf und lassen das Haus teilweise einstürzen. In den Trümmern stirbt ein 26-Jähriger, 23 Menschen werden verletzt. Drahtzieher: der international gesuchte Terrorist Carlos. Aber auch das damalige DDR-Ministerium für Staatssicherheit hat nach Erkenntnissen der Berliner Staatsanwaltschaft den Sprengstoffanschlag unterstützt.
Zwei Städte werden Partner
"Es lebe die Freundschaft zwischen Deutschland, es lebe die Einheit Berlins", erklärt Jacques Chirac, damals noch Bürgermeister von Paris, feierlich als er 1987 nach Berlin kommt. Kurz zuvor hat er gemeinsam mit seinem Berliner Kollegen Eberhard Diepgen im Rathaus Schöneberg das Freundschaftsabkommen zwischen Berlin und Paris unterzeichnet. Draußen wird groß gefeiert - die deutsch-französische Städtepartnerschaft wird nämlich während der 750-jahr-Feiern Berlins geschlossen.
Die schönsten Franzosen und das erste Haus am Platz
2003 bekommt Frankreich einen festen Platz im Herzen von Berlin. Direkt am Brandenburger Tor wird die Französische Botschaft eröffnet. Sie kehrt damit an ihren historischen Ort zurück: von 1870 bis 1945 bis das Gebäude im Krieg zerstört wurde, hatte Frankreich hier seine Vertretung. Die Frankreich-Begeisterung der Berliner erreicht 2007 einen Höhepunkt: "Bleu", "blanc", "rouge", die Nationalfarben Frankreichs, sind überall auf Plakaten der Stadt zu sehen – als Werbung für die Ausstellung "Die schönsten Franzosen". Die Berliner stehen stundenlang Schlange, um die Meisterwerke französischer Impressionisten zu sehen. Dass die aus New York und nicht aus Paris kommen – geschenkt!
Berliner Bären unterm Eiffelturm
Er ist blau, um sein Handgelenk trägt er eine Kette aus Europasternen und auf einem Bauch sind Konrad Adenauer und Charles de Gaulle gemalt: So sieht er aus, der Buddy Bär zum Elysée-Vertrag – einer von 140 Berliner Buddybären, die Klaus Wowereit im Gepäck hat als er im letzten Jahr Paris besucht. Gemeinsam mit seinem Kollegen aus Paris, Bertrand Delanoae, stellt er sie die Berliner Wahrzeichen in Paris auf – direkt unter dem Eiffelturm. Paris mit Berliner Bär wird zu "Bäris". Anlass: 25 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Paris und Berlin müssen gefeiert werden – schließlich soll es ja weitergehen.
