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Zum Start des Vorverkaufs hat Berlinale-Chef Kosslick die große Bandbreite des diesjährigen Festivals hervorgehoben. Bei den 63. Berliner Filmfestspielen würden mehr als 400 Filme gezeigt, darunter viele Independent-Produktionen, vor allem aus den USA und Osteuropa, sagte Kosslick dem rbb. Roter Faden sei 2013, dass es in vielen Filmen um Menschen gehe, die sich gegen immer härtere Systeme wehren müssten.
Zu dem Festival werden ab Donnerstag in Berlin neben Filmfans aus aller Welt auch zahlreiche prominente Gäste erwartet, unter anderem Juliette Binoche, Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Martina Gedeck, Nina Hoss, Nicolas Cage, Jude Law und Christopher Lee. Es gebe keinen "Mangel am roten Teppich", sagte Kosslick.
Zu viele Regisseure in der Jury?
Gegen Kritik, die Jury des Festivals sei in diesem Jahr ausschließlich mit Regisseuren besetzt, verteidigte der Berlinale-Chef seine Auswahl: Die iranische Regisseurin Shirin Neshat sei vor allem eine Künstlerin, die amerikanische Regisseurin Ellen Kuras arbeite auch als eine Kamerafrau, und mit Tim Robbins habe man einen der ganz großen Hollywood-Schauspieler in der Jury.
Kosslick sagte, auch heutzutage könne ein Filmfestival noch "für Aufregung" sorgen und in politische Debatten eingreifen.
Vor einigen Jahren hätte etwa ein bosnischer Film über die Massenvergewaltigung von Frauen in Sarajevo während des Kriegs zur Folge gehabt, dass diese Frauen als Kriegsopfer anerkannt worden seien und nun eine Rente bekämen.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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