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Rundfunk Berlin- Brandenburg
Berlinale 2013: Premiere 'Promised Land' Matt Damon (Quelle: dpa)

Drei Wettbewerbspremieren am Freitag

Die Bären sind los: Matt Damon lässt die Fans jubeln

Nach der glanzvollen Eröffnung am Donnerstagabend hat nun die Jagd auf die Bären begonnen. Am Freitag feierten drei Wettbewerbsfilme im Berlinale Palast Premiere. Hollywood-Star Matt Damon sorgte für den notwendigen Promi-Faktor.

US-Schauspieler Matt Damon war am Freitag die Attraktion am Potsdamer Platz. Er spielt in dem Öko-Drama "Promised Land" von Gus Van Sant mit. Der US-Regisseur thematisiert darin die umstrittene Förderung von Erdgas durch das sogenannte Fracking.

Damon hat zusammen mit seinem Kollegen John Krasinsky selbst das Drehbuch geschrieben und den Film produziert. Eigentlich wollte er auch Regie führen. "Aber ich hatte keine Zeit, und so habe ich Gus gefragt – er war die erste Person, die ich angesprochen habe. Und er hat gleich 'ja' gesagt", so Damon am Freitag über die Zusammenarbeit mit Regisseur Gus Van Sant.

Stellung bezieht Hollywood-Star Damon auch zu einem brisanten Berlin-Thema: "Ich würde es lieben, wenn Berlin den internationalen Flughafen hätte, den es als Hauptstadt verdient", sagte der 42-Jährige, als er auf die Pannen am geplanten neuen Berliner Flughafen angesprochen wurde. Er komme sehr gerne in die deutsche Hauptstadt - doch auf die Zwischenstopps in Frankfurt könne er auch gut verzichten.

"Paradies: Hoffnung" ins Rennen um die Bären gestartet

Berlinale 2013: PK 'Paradies Hoffnung' Monika Lenz und Joseph Lorenz (Quelle: dpa)

Regisseur Ulrich Seidl und seine Hauptdarstellerin, Melanie Lenz. 

Der Österreicher Ulrich Seidl schließt in "Paradies: Hoffnung" seine Trilogie ab. Die vorangegangenen Teile, "Liebe" und "Glaube", liefen bereits auf den Filmfestivals in Cannes und Venedig. Ein solcher Festival-Hattrick ist zuletzt 1993/1994 Krzysztof Kieślowski mit seiner "Drei Farben"-Trilogie geglückt. "Hoffnung" erzählt nun die Geschichte eines übergewichtigen Mädchens in einem Diät-Camp, das sich in einen 40 Jahre älteren Arzt verliebt.

Ein Aspekt, der Seidl an dem Stoff für "Paradies: Hoffnung" vor allem interessiert habe, war es, eine Lolita-Geschichte nicht aus der Perspektive des Mannes sondern aus der des Mädchens zu erzählen. "Ein Mann um die 50 erfährt die Liebe eines Mädchens, eigentlich auf sehr keusche Art. Und daran berührt ihn etwas", sagte Joseph Lorenz, der den Arzt spielt, auf der Pressekonferenz zur Vorstellung des Films. "Das ist ein ganz schmaler Grat und den haben wir versucht vor die Kamera zu tragen."

Brisantes aus Polen: Der Film "In the Name of"

Berlinale 2013: PK 'In the name of...' Regisseurin Malgoksa Szumowska (Quelle: dpa)

Die Regisseurin Małgośka Szumowska 

Aus Polen kam der erste Wettbewerbsbeitrag des Festivals: "In the Name of"  von Małgośka Szumowska ist ein Drama um einen schwulen Priester. Homosexualität unter Geistlichen ist ein brisantes Thema, gerade im katholischen Polen. Die Regisseurin sieht ihren Film als wichtigen Beitrag zu einer aktuellen gesellschaftlichen Diskussion. Dennoch habe sie keinen explizit politischen Film drehen wollen: "Ich will kein politisches Statement machen, mein Film erzählt in erster Linie von Gefühlen."

Regiedebüt von Nachwuchstalent Joseph Gordon-Levitt

Berlinale 2013: 'Don Jon's Addiction' Regisseur Joseph Gordon-Levitt (Quelle: dpa)

Joseph Gordon-Levitt ist eigentlich Schauspieler, hat jetzt aber sein Regiedebüt vorgelegt. 

Mit Spannung wurde auch das Regiedebüt von Joseph Gordon-Levitt erwartet: Seine Komödie "Don Jon's Addiction" über einen Pornosüchtigen eröffnete die Panorama-Reihe. Gordon-Levitt spielt die Hauptrolle in seinem eigenen Film. Eigentlich wurde auch seine Star-Kollegin Scarlett Johansson erwartet, doch sie hat es nicht zur Premiere nach Berlin geschafft. Sie spielte Freitagabend am Broadway, so der Regisseur Gordon-Levitt auf der Pressekonferenz zu seinem Film.

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Glanzvolle Eröffnung mit Staraufgebot

Jane Fonda bei der 63. Berlinale (Quelle: dpa)

Stargast Jane Fonda 

Zur Auftaktgala der 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin am Donnerstag waren wieder zahlreiche Prominente aus Film und Fernsehen erschienen. Im Blitzlichtgewitter standen unter anderen US-Star Jane Fonda, Isabella Rossellini sowie die deutschen Schauspieler Mario Adorf, Jürgen Vogel, Heike Makatsch, Nina Hoss, Veronica Ferres und Christiane Paul sowie Regisseur Wim Wenders.

Auch die Polit-Prominenz ließ sich diesen Glamour-Event nicht entgehen: Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) schritten über den roten Teppich.

In diesem Jahr widmen sich viele Filme politischen Themen. Es geht zum Beispiel um Landnahme, unterdrückte Frauen und einen schwulen Priester in Polen. Beim Wettbewerbsbeitrag "Pardé" handelt es sich um ein absurdes Drama um zwei Schauspieler und einen Regisseur. Ihn drehte der iranische Regisseur Jafar Panahi, der im Iran Arbeitsverbot hat und den Film illegal produzierte.

In seinem Grußwort bat Neumann die iranische Regierung, Panahi nach Berlin reisen zu lassen. Neumann wies darauf hin, dass die Berlinale mit 400.000 Besuchern das größte Publikumsfestival der Welt ist. Ihr Motto sei "Es lebe der Unterschied". "Intoleranz und Fanatismus" seien die Ursache von Konflikten, sagte Neumann und verwies dabei aktuell auf Mali und Syrien.

Stand vom 08.02.2013

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 08.02.2013 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Videos

Video 08.02.13

Abendschau, 08.02.13
Berlinale-Wettbewerb startet

Berlinale-Wettbewerb startet

Mit Hollywoodstar Matt Damon und dem Österreicher Ulrich Seidl hat bei der 63. Berlinale das Rennen um die Bären begonnen. Damon stellte das Umwelt-Drama "Promised Land" vor. Seidl schließt in "Paradies: Hoffnung" seine Trilogie ab. Petra Gute meldet sich live vom Roten Teppich. [Abendschau]

Video 08.02.13

zibb, 08.02.13
Stars auf dem Roten Teppich

zibb, 08.02.13
Stars auf dem Roten Teppich
Stars auf dem Roten Teppich

US-Schauspieler Matt Damon ist auf der Berlinale und stellt seinen Politthriller "Promised Land" vor. Regie führte Gus Van Sant, der ebenfalls auf dem Roten Teppich erwartet wurde.

zibb, 08.02.13
Stars auf dem Roten Teppich
[zibb]

Video 08.02.13

zibb, 08.02.13
Die große Berlinale-Party

zibb

zibb, 08.02.13
Die große Berlinale-Party
Kalbsfilet auf der Berlinale-Party

Die erste Partynacht der Filmsaison: Auf allen Ebenen des Berlinale-Palastes waren Buffets aufgebaut. Sterneköche aus Berlin und Brandenburg tischten auf - vom Häppchen bis zum Kalbsfilet.

zibb, 08.02.13
Die große Berlinale-Party
[zibb]

Im Wettbewerb

Berlinale 2013: Premiere 'In the name of...' Lukasz Simlat und Malgoska Szumowska mit Agnieszka Kurzydlo und Andrzej Chyra(Quelle: dpa)

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"W imię...": Mutig, aber etwas überfrachtet

Schwule Priester - die polnische Regisseurin Małgośka Szumowska wagt sich mit ihrem Film "W imię..." (In the Name of) an ein Tabu-Thema. Dabei hat sie den Film aber bisweilen überfrachtet. Von Ula Brunner _mehr

Berlinale 2013: Premiere 'Promised Land' Matt Damon, John Krasinki, Gus van Sant (Quelle: dpa)

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"Promised Land": Umwelt-Thriller ohne wirkliche Spannung

Matt Damon spielt die Hauptrolle in "Promised Land" von Gus Van Sant. Darin geht es um eine gefährliche Art der Erdgasförderung. Eigentlich hätte der Film damit das Potenzial für einen spannenden Umwelt-Thriller, nutzt sie aber nicht. Von Ula Brunner _mehr

Berlinale 2013: Premiere 'Paradies Hoffnung' Ulrich Seidel, Melanie Lenz (Quelle: dpa.de)

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Heikle Liebe im Diätcamp: Ulrich Seidls "Paradies: Hoffnung"

Am späten Freitagabend ist der dritte Teil von Ulrich Seidls "Paradies"-Trilogie in den Wettbewerb der Berlinale gestartet. "Hoffnung" erzählt in für Seidls Verhältnisse geradezu leisen Tönen von einer Jugendlichen, die sich in einem Diätcamp in ihren Arzt verliebt. _mehr

Neue Berlinale-Reihe

Sonderreihe "NATIVe"

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Ab 2013 blickt die Berlinale noch weiter über den Tellerrand der etablierten Filmkultur als sonst: Eine neue Sonderreihe zeigt Filme indigener Völker wie der Native Americans oder der Aboriginals in Australien. _mehr

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