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Um die Elbe-Hochwasser-Region um Wittenberge (Prignitz) zu entlasten, ist am Sonntagnachmittag mit der Flutung der Havelpolder begonnen worden. Die von Deichen umgebenen Gebiete können bis zu 250 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen. So soll der Elb-Pegel um bis zu 35 Zentimeter gesenkt werden. Bis die Polder vollgelaufen sind, kann es noch zwei bis drei Tage dauern.
Allerdings wäre bei einer Flutung auch das havelländische Rathenow betroffen, wo Keller mit Wasser volllaufen würden. Wegen des Elbehochwassers haben die Behörden auch für Teile des Havellandes vorsorglich Katastrophenalarm ausgerufen. Landrat Schröder (SPD) begründete dies mit unsicheren Elbdeichen an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Im benachbarten Kreis Stendal bei Fischbeck bemühen sich Feuerwehr und Bundeswehr darum, einen drohenden Deicheinsturz zu verhindern.
Die Einwohner in Rathenow, Premnitz, Rhinow und Nennhausen sollen sich bereit halten, ihre Häuser schnell verlassen zu können. Für das Milower Land gilt bereits ein Evakuierungsaufruf.
Die Einwohner in Rathenow, Premnitz, Rhinow und Nennhausen sollen sich bereit halten, ihre Häuser schnell verlassen zu können. Für das Milower Land gilt bereits ein Evakuierungsaufruf.
M. Scheibe, G. Meyer, A. Rausch, R. Herkner & D. Gäsche


