(Quelle: rbb)

Der Landschleicher in - Strodehne

Strodehne mit seinen 240 Einwohnern liegt im Kreis Havelland an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Der Ort ist umgeben von viel Wasser – das wussten schon die Slawen zu schätzen, aber auch zu fürchten. So machte sich das Hochwasser nicht erst in diesem Jahr am Brandenburger Havel-Ufer bedrohlich bemerkbar.

Bis heute ernährt die Havel die Strodehner und bestimmt ihr Leben. Die neue Brücke gibt es erst seit 1999. Zuvor waren alle auf die Fähre angewiesen. Und so waren es lange Jahre die Fährleute, die den Takt im Dorf angaben. Klaus Tennigkeit ist einer der letzten Fährmänner. Für ihn war das kein Job, sondern Berufung.

Die Havel trägt vermutlich auch zur Anziehungskraft Strodehnes auf Besucher bei. Insbesondere Künstler fühlen sich hier wohl. Der berühmteste Künstler in Strodehne war der Maler Bernhard Heisig, der hier sogar begraben werden wollte.

Eine weitere Strodehner Besonderheit ist sein Gasthof. 1909 gegründet wird er mittlerweile in vierter Generation geführt. Warum eine Kneipe in Strodehne ausgerechnet "Stadt Berlin" heißt, dafür hat der Wirt nur eine Vermutung: die Geschäftstüchtigkeit seines Vorfahrens.

Beitrag von G. Meyer und A. König