Christine Thalmann und Helmut Krausser, Quelle: rbb/ Kobalt Productions

- Helmut Krausser - Nicht ganz schlechte Menschen

Die Menschen, von denen Helmut Krausser erzählt, sind "nicht ganz schlecht". Aber eben auch nicht gut, wenn es darum geht, sich treu zu bleiben. Er erzählt die Geschichte von Zwillingsbrüdern in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen.

Christine Thalmann und Helmut Krausser, Quelle: rbb/ Kobalt Productions
Für Helmut Krausser war es ein Gedankenexperiment: Oft hat er selbst darüber nachgedacht, was aus ihm geworden wäre, wenn er 1933 sechzehn Jahre alt gewesen wäre – Kommunist? Oder Nazi?
In seinem Roman ist einer der Zwillinge, Karl, ein Kommunist. Max, der andere ist ein Lebemann, der vorübergehend mit den Nazis sympathisiert. Nach der Bücherverbrennung entscheiden sich die beiden, Deutschland zu verlassen. Sie gehen nach Paris, eine Stadt, die sich als noch freizügiger und liberaler als Berlin erweist.
Max beginnt, einen Roman zu schreiben, Karl will in den spanischen Bürgerkrieg ziehen, traut sich aber dann doch nicht, an der Front zu kämpfen. Er bleibt ein Zuschauer. Helmut Krausser entwickelt Figuren, die zerrissen sind - zwischen dem kleinen privaten Glück und dem großen Anspruch ans Leben.
Vorgestellt am 06.12.2012

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Bücher und Moor: Franz Müntefering

Dieter Moor und Franz Müntefering, Quelle: rbb/ Kobalt Productions

Bücher und Moor: Franz Müntefering

Was lesen Sie? Welche Bücher haben Sie beeindruckt? Max Moor spricht mit dem Politiker Franz Müntefering über die Bücher seines Lebens. Christine Thalmann wird als Lektüretipps drei Bücher und ihre Autoren vorstellen.

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Sebastian Fitzek und Michael Tsokos - Abgeschnitten

Es ist schwer zu ertragen, was Sebastian Fitzek in seinem neuen Buch beschreibt – und doch kann man nicht aufhören es zu lesen. In seinem Psychothriller geht es um Mord, aufgeschnittene Leichen und vergewaltigte Töchter.

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Karen Duve - Grrrimm

Karen Duve hat die Märchen der Gebrüder Grimm neu aufgeschrieben. Und zwar so, wie wir sie noch nie gelesen haben. Schneewittchen aus der Perspektive des größten Zwerges zum Beispiel.

Marie Pohl liest aus ihrem Roman (Quelle: rbb)

Der Roman in 200 Wörtern von Marie Pohl

Es hatte alles so harmlos begonnen. Lothar W. biss an einem Sonntagmorgen in ein Mohnbrötchen. Sein Vorderzahn knackte und bröckelte trostlos in die Marmelade.