Abbas Khider und Christine Thalmann, Quelle: rbb/ Kobalt Production

- Abbas Khider: 'Brief in die Auberginenrepublik'

Ein Brief spielt die Hauptrolle in Abbas Khiders neuem Roman. Ein junger Mann schreibt ihn Ende der 90er Jahre in Libyen. Über einen illegalen Briefweg schickt er ihn an seine Geliebte im Irak. Es ist ein abenteuerlicher Weg, bei dem der Leser bis zuletzt hofft, dass der Brief ankommt.

Abbas Khider -Collage, Quelle: rbb/ Kobalt Production
Die Geschichte beginnt mit dem jungen Selim. Er lebt in Libyen im Exil, weil er politisch verfolgt ist. Aus dem Irak musste er fliehen, ohne sich von seiner Geliebten verabschieden zu können. Jetzt, nach zwei Jahren, will er ihr endlich einen Brief schreiben. Er hat so lange gewartet, weil er sie nicht gefährden wollte.
Collage aus dem Buch: Brief in die Auberginenrepublik, Quelle: rbb/ Kobalt Production
Durch Zufall erfährt er von dem illegalen Brieftransport in die Heimat und nutzt diese Chance. Von nun an folgt die Erzählung dem Brief auf seinem Weg: von Libyen über Ägypten und Jordanien in den Irak. Abbas Khider beschreibt jeden, der den Brief in Händen hält und schafft so ein lebendiges Bild von den Menschen in der arabischen Welt in der Zeit vor der Revolution.
Abbas Khider, Quelle: rbb/ Kobalt Production
Abbas Khider
Abbas Khider war selbst zwei Jahre lang im Irak inhaftiert und flieht Mitte der 90er Jahre: Über Syrien, Jordanien, Lybien, Griechenland und Italien kommt er nach Deutschland, wo er seit mehr als zehn Jahren im Exil lebt. Von diesen Erfahrungen lebt sein Buch.

Bücher und Moor: Maren Eggert

Bücher und Moor: Maren Eggert

Was lesen Sie? Welche Bücher haben Sie beeindruckt? Moor spricht diesmal mit der Schauspielerin und bekennenden Leseratte Maren Eggert. Sie erzählt, was sie als Kind heimlich unter der Bettdecke gelesen hat, und warum sie bei Goethe manchmal Aggressionen kriegt. Zum Schluss wird Maren Eggert entscheiden, welches dieser Bücher sie als nächstes lesen will.

Andrea Sawatzki und Christine Thalmann, Quelle: rbb/ Kobalt Production

Andrea Sawatzki: "Ein allzu braves Mädchen"

Eine Frau ist auf der Flucht. Sie läuft barfuß davon – dabei ist nicht klar wovor: Vor einem Mann? Vor ihrer Angst? Vor ihrer Vergangenheit? Mit dieser Szene beginnt der Roman, den die Schauspielerin Andrea Sawatzki geschrieben hat.

Ulrich Woelk und Christine Thalmann, Quelle: rbb/ Kobalt Production

Ulrich Woelk: "Was Liebe ist"

Es ist die Zeit der Jahrtausendwende. Gerhard Schröder hat zu Verhandlungen eingeladen: Es geht um die Entschädigung der Zwangsarbeiter. Während des Nationalsozialismus hat die Wirtschaft von ihnen profitiert. Jetzt soll sie bezahlen. Es ist eine Frage der Moral.

Der Roman in 200 Wörtern von Sascha Reh (Quelle: rbb)

Der Roman in 200 Wörtern von Sascha Reh

Vielleicht hätten wir besser auf die Zeit achten sollen, jetzt ist dein Leben halb vorbei, und du fragst dich, ob’s halb voll ist oder leer.