Andrea Sawatzki und Christine Thalmann, Quelle: rbb/ Kobalt Production

- Andrea Sawatzki: 'Ein allzu braves Mädchen'

Eine Frau ist auf der Flucht. Sie läuft barfuß davon – dabei ist nicht klar wovor: Vor einem Mann? Vor ihrer Angst? Vor ihrer Vergangenheit? Mit dieser Szene beginnt der Roman, den die Schauspielerin Andrea Sawatzki geschrieben hat.

Andrea Sawatzki, Quelle: rbb/ Kobalt Production
Andrea Sawatzki

Sie erzählt die Geschichte von Manuela Scriba, einer Prostiuierten. Als man sie knurrend im Wald findet, wird sie in die Psychiatrie eingewiesen. Sie kann sich an nichts erinnern. Doch während der Therapie erinnert sie sich Stück für Stück: An die Mutter, Krankenschwester und abwesend; Den alten Vater, der an Alzheimer erkrankt ist; Sich selbst als Kind, von der Situation total überfordert.

Am selben Tag, an dem Manuela Scriba in die Psychiatrie kommt, geschieht ein Mord in einem Viellenviertel. Andrea Sawatzki führt die Erzählstränge langsam zusammen. Je mehr der Leser über das Mädchen erfährt und mit ihm fühlt, desto klarer wird, dass sie nicht nur Opfer, sondern auch Täterin ist...

Andrea Sawatzki hat einen spannenden und sehr emotionalen Krimi geschrieben. Es ist ein persönliches Buch geworden. Autorin war es ein Anliegen, diese Geschichte von emotionaler Kindes-Misshandlung zu erzählen. Im Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen beim Schreiben.

Bücher und Moor: Maren Eggert

Bücher und Moor: Maren Eggert

Was lesen Sie? Welche Bücher haben Sie beeindruckt? Moor spricht diesmal mit der Schauspielerin und bekennenden Leseratte Maren Eggert. Sie erzählt, was sie als Kind heimlich unter der Bettdecke gelesen hat, und warum sie bei Goethe manchmal Aggressionen kriegt. Zum Schluss wird Maren Eggert entscheiden, welches dieser Bücher sie als nächstes lesen will.

Abbas Khider und Christine Thalmann, Quelle: rbb/ Kobalt Production

Abbas Khider: "Brief in die Auberginenrepublik"

Ein Brief spielt die Hauptrolle in Abbas Khiders neuem Roman. Ein junger Mann schreibt ihn Ende der 90er Jahre in Libyen. Über einen illegalen Briefweg schickt er ihn an seine Geliebte im Irak. Es ist ein abenteuerlicher Weg, bei dem der Leser bis zuletzt hofft, dass der Brief ankommt.

Ulrich Woelk und Christine Thalmann, Quelle: rbb/ Kobalt Production

Ulrich Woelk: "Was Liebe ist"

Es ist die Zeit der Jahrtausendwende. Gerhard Schröder hat zu Verhandlungen eingeladen: Es geht um die Entschädigung der Zwangsarbeiter. Während des Nationalsozialismus hat die Wirtschaft von ihnen profitiert. Jetzt soll sie bezahlen. Es ist eine Frage der Moral.

Der Roman in 200 Wörtern von Sascha Reh (Quelle: rbb)

Der Roman in 200 Wörtern von Sascha Reh

Vielleicht hätten wir besser auf die Zeit achten sollen, jetzt ist dein Leben halb vorbei, und du fragst dich, ob’s halb voll ist oder leer.