Ulrich Woelk und Christine Thalmann, Quelle: rbb/ Kobalt Production

- Ulrich Woelk: 'Was Liebe ist'

Es ist die Zeit der Jahrtausendwende. Gerhard Schröder hat zu Verhandlungen eingeladen: Es geht um die Entschädigung der Zwangsarbeiter. Während des Nationalsozialismus hat die Wirtschaft von ihnen profitiert. Jetzt soll sie bezahlen. Es ist eine Frage der Moral.

Ulrich Woelk, Quelle: rbb/ Kobalt Production
Ulrich Woelk
Vor diesem Hintergrund spielt der Roman von Ulrich Woelk. Seine Hauptfigur, Roland Ziegler, ist Erbe eines Deutschen Unternehmens, das Zwangsarbeiter ausgebeutet hat. Jetzt will er bezahlen. Er weiß, dass es die letzte Chance ist, den Überlebenden gegenüber gerecht zu sein.
Ulrich Woelk und Christine Thalmann, Quelle: rbb/ Kobalt Production
Ulrich Woelk und Christine Thalmann
Ziegler ist aus Frankfurt zu den Verhandlungen gekommen. Dass er sich hier verlieben würde, war nicht vorgesehen. Er trifft am Ku'damm Zoe, eine Jazzsängerin. Die Musik, die Liebe zum Jazz verbindet die beiden. Aus der Begegnung wird eine Amour Fou.

Das Liebespaar versteht sich wortlos. Es spricht nicht über sich – auch nicht, wenn es eigentlich nötig wäre. So wird die Sprachlosigkeit zum Thema in Ulrich Woelks Roman. Sprachlosigkeit auch in der Familie von Roland Ziegler. Das Thema Zwangsarbeiter wird ausgespart – es ist ein dunkles Familiengeheimnis...

Bücher und Moor: Maren Eggert

Bücher und Moor: Maren Eggert

Was lesen Sie? Welche Bücher haben Sie beeindruckt? Moor spricht diesmal mit der Schauspielerin und bekennenden Leseratte Maren Eggert. Sie erzählt, was sie als Kind heimlich unter der Bettdecke gelesen hat, und warum sie bei Goethe manchmal Aggressionen kriegt. Zum Schluss wird Maren Eggert entscheiden, welches dieser Bücher sie als nächstes lesen will.

Andrea Sawatzki und Christine Thalmann, Quelle: rbb/ Kobalt Production

Andrea Sawatzki: "Ein allzu braves Mädchen"

Eine Frau ist auf der Flucht. Sie läuft barfuß davon – dabei ist nicht klar wovor: Vor einem Mann? Vor ihrer Angst? Vor ihrer Vergangenheit? Mit dieser Szene beginnt der Roman, den die Schauspielerin Andrea Sawatzki geschrieben hat.

Abbas Khider und Christine Thalmann, Quelle: rbb/ Kobalt Production

Abbas Khider: "Brief in die Auberginenrepublik"

Ein Brief spielt die Hauptrolle in Abbas Khiders neuem Roman. Ein junger Mann schreibt ihn Ende der 90er Jahre in Libyen. Über einen illegalen Briefweg schickt er ihn an seine Geliebte im Irak. Es ist ein abenteuerlicher Weg, bei dem der Leser bis zuletzt hofft, dass der Brief ankommt.

Der Roman in 200 Wörtern von Sascha Reh (Quelle: rbb)

Der Roman in 200 Wörtern von Sascha Reh

Vielleicht hätten wir besser auf die Zeit achten sollen, jetzt ist dein Leben halb vorbei, und du fragst dich, ob’s halb voll ist oder leer.