Astrid Rosenfeld kann erzählen, sie reißt ihre Leser regelrecht mit und führt sie in erstaunliche Welten. Ihr neues Buch handelt von der ersten Liebe, dem Erwachsenwerden auf dem Land und dem Glamour des Kunstmarkts.
Es ist die Geschichte der Brüder Karl und Lorenz, die auf einem Landgasthof aufwachsen. Nach dem Selbstmord der Mutter könnte alles trüb und traurig sein – doch der pummelige Karl hat sich in Elsa verliebt. Und das obwohl sie fies ist, ihn Fetti nennt und in den Negligees ihrer Mutter herumläuft. Aus seiner Sicht erzählt Astrid Rosenfeld die Geschichte.
Astrid Rosenfeld und Christine Thalmann
"Elsa ungeheuer" ist Rosenfelds zweiter Roman. Eigentlich wollte sie Schauspielerin werden, doch sie findet sich nicht gut genug und bricht die Ausbildung ab. Sie arbeitet als Casterin für den Film, spricht Menschen auf der Straße an, findet Typen. Aus diesen Erfahrungen schöpft sie beim Schreiben. Vielleicht erscheinen ihre Figuren deshalb so schillernd, dass man sich immer an sie erinnern wird.
Von der bierdunstigen Kindheit auf dem Land führt der Roman weiter in die Welt des glamourösen Kunstmarkts. Nun sind die Brüder erwachsen und Lorenz, Karls großer Bruder ist Künstler geworden. Er hat sich in den Kopf gesetzt, die Ewigkeit zu malen, indem er viele Motive übereinander schichtet.
Eine reiche Sammlerin vermarktet die Idee. Den Brüdern steigt der Erfolg aber auch das viele Kokain, das sie nun schnupfen zu Kopf. Das Projekt "Ewigkeit" treibt sie an die Grenze des Wahnsinns. Am Ende landen die beiden Brüder dort, wo es losging und dennoch scheinen sie ihren Frieden gefunden zu haben.
Astrid Rosenfeld und Christine Thalmann
Ein faszinierendes Buch. Astrid Rosenfeld wirbelt mit ihrer Sprache durch Welten und Lebensentwürfe. Und wenn man am Ende angekommen ist, dann will man am liebsten gleich wieder eintauchen, in die Fantasiewelt der Astrid Rosenfeld.
Max Moor trifft dieses Mal Westbam, DJ-Legende, Philosoph des Techno und leidenschaftlicher Leser. Er spricht mit Westbam über die Bücher, die ihn mit 15 geprägt haben, warum man Thomas Bernhard gelesen haben sollte und was er an Rainald Goetz bewundert.
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