-
Mit seinem Roman "In Zeiten des abnehmenden Lichts" hat er einen Welterfolg gelandet. In seinem Debüt erzählt er eine bewegende Familiengeschichte. Noch an dem Tag, an dem der Roman erscheint, beginnt Eugen Ruge ein neues Buch.
Das neue Buch:
Es handelt von einem Mann, der einen Roman schreiben will, doch den sein Leben daran hindert, bis ihm der Gedanke kommt, alle und alles zu verlassen. Anfang der 90er Jahre spielt die Geschichte. Der Ich- Erzähler fühlt sich fremd in seiner eigenen Stadt, in "seinem" Prenzlauer Berg, in dem mehr und mehr Menschen wohnen, die plötzlich über Marktanteile und Franchising reden. Er kündigt seine Wohnung, kündigt alle Verträge, selbst die Krankenkasse, er will sich aus allen Verwicklungen befreien, heißt es. Er reist nach Andalusien, in ein kleines Fischerdorf, nach "Cabo de Gata".

Eugen Ruge sagt von sich selbst, er sei ein Mann der Brüche. 1988 verlässt er die DDR und auch seine Karriere als Mathematiker hat er an den Nagel gehängt, um zu schreiben. Ähnlich ergeht es nun seinem Ich-Erzähler im Buch. In der Ferne schafft er sich Rituale, um endlich die ersehnte innere Ruhe zu finden, die er zum Schreiben braucht.
Auf den ersten Blick ist "Cabo de Gata" ein Reisebericht, doch es erzählt auch von einer Reise ins Innere. Eugen Ruge stellt die Frage, wie Kreativität entsteht. Und eine Katze (span. gata), die ihm auf seiner Reise begegnet, hilft ihm dabei zu erkennen: es gibt Dinge, die lassen sich nicht erzwingen.






