Christine Thalmann im Gespräch mit Daniel Kehlmann

- Daniel Kehlmann – F

Drei Brüder stehen im Mittelpunkt von Daniel Kehlmanns Roman. Jeder ist auf seine Weise ein Betrüger, Fälscher oder Heuchler. Sie haben sich eingerichtet mit ihren Lügen und kleinen Mogeleien, doch plötzlich bricht die Wahrheit ein in diese erdachte Welt.

Daniel Kehlmanns Roman beginnt damit, dass Arthur Friedland, ein erfolgloser Schriftsteller, mit seinen drei Söhnen die Vorstellung eines Hypnotiseurs besucht. Der Hypnotiseur bittet ihn auf die Bühne – unter Trance gesteht er, dass er nicht glücklich ist mit seinem Leben. Der Hypnotiseur befiehlt ihm, sich zu bemühen. Noch am selben Tag verlässt Artur seine Söhne. Der Roman erzählt die Geschichte der drei Söhne.

Da ist zum Beispiel Martin, der älteste der drei Brüder. Er wird katholischer Pfarrer, obwohl er nicht an Gott glauben kann. Im Anhäufen von Geld erhofft Erik den Sinn des Lebens zu finden. Er ist Anlageberater, doch das Vermögen seiner Kunden hat er verpulvert. Er lügt und betrügt. Auch Iwan, der Zwillingsbruder von Erik, mogelt sich durch das Leben. Er studiert Kunst, merkt aber, dass er niemals ein begnadeter Maler wird. Kurzerhand entschließt er sich, einen unbekannten Künstlerfreund zum Star aufzubauen.

Was kann ich wissen? Was soll ich tun?  Worauf kann ich hoffen? Große Fragen werden in Daniel Kehlmanns Roman verhandelt, wir finden, „F“ ist fraglos eines seiner kühnsten Werke.