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Diese Berufskombination dürfte selten sein: Türsteher und Fotograf. Eher zufällig fing Sven Marquardt eine Ausbildung als Fotograf und Kameramann beim DDR-Fernsehen an.
Und weil er mit Anfang 20 in der DDR zur sogenannten Prenzlauer-Berg-Boheme gehörte - zu einer Gruppe, die, wie er sagt, "ausschlafen konnte und wusste, warum" - macht er vor allem Schwarz-Weiß-Fotografien, welche die Sehnsucht nach dem Anderssein in Ost-Berlin zeigten. Abgelichtet hat er damals vor allem Freunde und Bekannte, die in der Punk-Szene unterwegs waren. Seine Modelle, mal schlafend, mal nackt mit toten Fischen oder Lederriemen, waren schwarz geschminkt und begegneten der Kamera oft mit existenziellem Blick. Ab 13. Mai ist eine Ausstellung mit neuen Fotografien im Kurt Mühlenhaupt Museum in Bergsdorf bei Zehdenick zu sehen. Bei "Dickes B." erzählt Sven Marquardt, wer am Eingang zum "Berghain" an ihm vorbei kommt und wer nicht, und wieso Matthias Platzeck zu seinen Fans gehört.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/dickes_b/archiv/sven_marquardt.html