Herr Eberle auf seinem Balkon; Quelle: rbb/Filmakademie Baden-Württemberg
Herr Eberle auf seinem Balkon im "Pallasseum"

- Berlin, Berlin: Palast

Wo einst der Sportpalast stand, befindet sich heute mit 514 Wohnungen und über 2.000 Bewohnern eine der größten Wohnanlagen Deutschlands  In den 70erJahren war der Komplex ein Inbegriff des modernen Wohnens, dann lange als "Sozialpalast" verschrien. Wie leben die Menschen hier?

Wo einst Max Schmeling kämpfte und Joseph Goebbels den "totalen Krieg" ausrief, steht heute eine der größten Wohnanlagen Deutschlands mit 514 Wohnungen und über 2.000 Bewohnern. In den 70er Jahren ein Inbegriff des modernen Wohnens. Lange als "Sozialpalast" bekannt und verschrien, begleiteten Kriminalität, Vandalismus und Drogen seinen Ruf.

Der Dokumentarfilmer Julian Vogel wirft einen persönlichen Blick hinter die Kulissen dieses umstrittenen Komplexes in Schöneberg. Heute heißt er "Pallasseum" ‑ viel hat sich verändert. Wer sind die Menschen, die hier leben? Wie sieht ihr Leben aus? Und wer sind die Menschen, die dieses Haus geplant und gebaut haben?

Da sind der alte Mann, der die Frau erobern will, die seine Wohnung reinigt, und der Architekt Jürgen Sawade, der an das Gute im Menschen glaubte. Da sind die Mutter, die ihren Sohn liebt, auch wenn er ins Gefängnis muss und der Junge, der ein Zimmer mit seinen Eltern teilt. Und da ist der Bauherr, Karsten Klingbeil, der leicht und schnell finanzieren wollte. Sie alle verbindet ein Stück betongewordener Geschichte.

"Palast" ist eine Koproduktion des rbb und der Filmakademie Baden‑Württemberg.

Dokumentarfilm von Julian Vogel

Erstaustrahlung

Programmtipp

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