- Berlin – very british

Die Queen kommt und die meisten der rund 10.000 Briten, die in Berlin leben, freuen sich darauf. Aus diesem Anlass machen wir uns auf die Suche nach den britischen Wahlberlinern, die das Leben unserer Stadt bereichern.

Durch ihren englischen Humor, die Tee- und Gartenkultur, Musik, Literatur und schließlich durch das typisch schottische Pub.

Das traditionelle darf nicht fehlen. Wie sieht eine perfekte "tea time" aus? Wo gibt es alles für diesen Teegenuss und wo das richtige Geschenk oder Souvenir, wenn man z. B. Queen-Fan ist? Das ist im "Broken English" möglich.

Victoria Ade Genschow kommt aus Manchester. Sie lebt seit 15 Jahren in Berlin und berichtet in ihrem Blog "The British Berliner" über Lifestyle und darüber, wie es ist, als Engländerin in Berlin zu leben. Sie kennt die junge britische Szene, die sich in Berlin etabliert hat.

Einige der älteren unserer britischen Mitbürger sind bereits nach dem zweiten Weltkrieg als Soldaten der Royal British Army nach Berlin gekommen, wo sie dann mit ihren Familien in Spandau oder Gatow lebten. Die Liebe ließ einige für immer hier bleiben, auch nach dem Abzug der Armee. „We are all here because of a woman“ - so fasst es einer der Mitlieder der "British Legion" zusammen.

Black Kilts - Berlin Pipes & Drums © rbb/Ulrike Licht
Black Kilts - Berlin Pipes & Drums

Zweimal wöchentlich probt die bunt gemischte Truppe der "Black Kilts Berlin Pipes & Drums". Der 13-jährige John ist das jüngste und talentierteste Mitglied der Musikgruppe. Er liebt das Instrument der Highlands, übt in jeder freien Minute und keiner kann "Amazing Grace" so spielen wie er.

Sophia Raphaeline hieß vor sieben Jahren noch Alan und betrieb ihren englischen Buchladen "Another country" in Kreuzberg als Mann. Das Konzept des Ladens blieb jedoch gleich – neben dem Verleih und Verkauf von englischen Büchern dient er als Treffpunkt aller, die Freunde des alternativen kulturellen britischen Lebens sind und die englische Literatur und Sprache lieben.

Gartendesignerin Gabriella Pape (Bild: imago)

Der Name Gabriela Pape ist das Synonym für englische Gartenkultur in Deutschland. Die gebürtige Hamburgerin hat gemeinsam mit ihrer Partnerin Isabelle van Groeningen in England Biologisch Dynamische Landwirtschaft, Horticulture und Landschaftsarchitektur studiert und plant in ihrer königlichen Gartenakademie unweit des Botanischen Gartens nun die Gärten der Hauptstädter.

Neben der Teekultur, der Gartenkunst und dem englischen Humor gehört auch der Pub zum wichtigsten Kulturgut der Briten. Rachel Burns und ihr Mann, der Musiker Barry Burns der Band "Mogwai", vermissten das "Happy Drinking & Rock’n Roll" ihrer Heimat so sehr, dass sie in Neukölln kurzerhand selbst ein Pub eröffneten – Das Gift. Schottischen Whiskey, englisches Bier und Britische Rockmusik gibt es hier in Hülle und Fülle.

Film von Ulrike Licht, Svenja Weber

Erstausstrahlung am 23.06.2015/rbb