Die Beamten der Polizei-Fahrrad-Staffel posieren am 16.07.2014 in Berlin vor dem Brandenburger Tor (Quelle: dpa)
Die Beamten der Polizei-Fahrrad-Staffel posieren am 16.07.2014 in Berlin vor dem Brandenburger Tor © dpa

- Berliner Fahrradcops

Sie sind sportlich, durchtrainiert und machen auf ihren weißen Rädern eine gute Figur: die fünf Frauen und 15 Männer der Fahrradstaffel der Berliner Polizei. rbb‑Reporterin Petra Cyrus begleitet vier Fahrradcops bei ihrer Arbeit in der Berliner City.

Ihre Zeit in der Berliner Fahrradstaffel ist noch auf drei Jahre beschränkt. 2017 wird entschieden, ob aus dem Pilotprojekt eine Dauereinrichtung wird.

Die Fahrradcops haben schon jetzt viel zu tun. Von 7.00 bis 20.00 Uhr sind sie immer paarweise unterwegs, auch an den Wochenenden und nicht nur bei schönem Wetter. Vorerst nur in Berlin‑Mitte, weil es hier die meisten Unfälle mit Radlerbeteiligung gibt. Sie legen am Tag rund 40 km zurück und kontrollieren dabei Fahrverhalten und Verkehrssicherheit von Radlern, aber auch von Auto‑ und LKW‑Fahrern. Von ihrer schicken, atmungsaktiven Funktionskleidung sollte man sich nicht täuschen lassen: Die Fahrradstaffel besteht aus erfahrenen, gut ausgebildeten Polizisten. Dienstwaffe, Handschellen und Pfefferspray haben sie immer dabei. Außerdem sind sie ständig mit dem Polizeifunk verbunden und bei Bedarf sofort einsatzbereit.

An ihrer Seite erleben wir zum Beispiel Radfahrer, die sich gefährlich durch den Berufsverkehr schlängeln, Kurierfahrer, die noch schnell bei Rot über Kreuzungen huschen, unsichere Touristen, rücksichtslose Autofahrer und Verfolgungsjagden. Aber am meisten machen Sascha Ziegler, Chef der Fahrradstaffel, und seiner Crew die so genannten Fixie-Fahrer Sorgen. Diese meist jungen Leute fahren Räder ohne alles, also ohne Bremsen, Gangschaltung, Leerlauf und Licht, aber dafür meist in einem rasanten, halsbrecherischen Tempo. Wenn Fixie-Fahrer zweimal erwischt werden, wird ihr Rad zur "Gefahrenabwehr" eingezogen. Wir werden dabei sein.

Film von Petra Cyrus

Erstausstrahlung am 23.05.15/rbb