-
Das alte und marode Bettenhaus der Charité wird bis 2016 komplett modernisiert. Als Ausweichquartier für die Patienten wurde in den vergangenen Monaten deshalb ein provisorisches Krankenhaus aus Spezialcontainern gebaut.

150 Container mit je 19 Quadratmetern wurden zu einem vierstöckigen Gebäude gestapelt, das auf 8.000 Quadratmetern Platz für 339 Patienten bietet. Für die Patienten, Ärzte und Pfleger beginnt nun der aufregende Teil: Alles muss in das neue Krankenhaus umziehen; Medikamente, Verbandsmaterial, Diagnosegeräte, Kühlschränke und natürlich auch die Patienten.

Für die Beteiligten ist der Umzug eines ganzen Krankenhauses eine gewaltige Herausforderung, besonders weil auch eine Intensivstation in das Provisorium umziehen muss. Die Station 114i ist direkt an die Herzchirurgie gekoppelt, bei vielen Patienten liegt eine schwere Herz-OP erst wenige Stunden zurück. Sie sind permanent an Überwachungsgeräte angeschlossen und reagieren besonders sensibel auf Veränderungen.

Aber auch für das Personal steht vor neuen Herausforderungen: Sie müssen zusammenrücken und von alten Gewohnheiten Abschied nehmen, denn die "Campus-Klinik", so heißt das Container-Krankenhaus, bietet viel weniger Platz als das alte Bettenhaus. Die rbb-Reporter haben die Station 114i in den vergangen Monaten viele Male besucht, den Mitarbeitern bei den Vorbereitungen über die Schulter geschaut und den Umzug der Patienten und Mitarbeiter auf die neue Station begleitet.
Film von Alex Königs
Erstausstrahlung 26.10.2013/rbb

