Die Eisbahn am Neptunbrunnen, Quelle: rbb/Quique del Bianco

- Weihnachtsglück in der Mitte Berlins

Auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Roten Rathaus duftet es nach gebrannten Mandeln und Lebkuchen.

Etwas abseits der Touristenrouten taucht man hier in weihnachtliche Atmosphäre und begibt sich auf eine Zeitreise, weit zurück ins alte Berlin. Die ringsum mit Original-Abbildungen behangenen Fassaden zeigen, wie die Häuser hier um 1900 aussahen.

Wolfgang Wündsch, ein echter Berliner, schlüpft in die Rolle des Eckenstehers Nante. Er singt, zeichnet bei jedem Wetter und findet, dass dieser Weihnachtsmarkt der einzige ist, auf dem er sein möchte.

Hans-Dieter Laubinger und seine Frau, er ist der Chef des Marktes und betreibt die Eisbahn um den Neptunbrunnen. Quelle: rbb/Laubinger
Hans-Dieter Laubinger und seine Ehefrau.

Wer ausstellen darf und wer nicht, entscheidet Hans-Dieter Laubinger. Er ist der Chef des Marktes und betreibt die Eisbahn um den Neptunbrunnen. Das ist der einzige Ort, an dem es Musik gibt. Denn klassische Weihnachtslieder mag er hier so gar nicht hören - sie hängen ihm zum Hals raus. Er will den Berlinern einen Weihnachtsmarkt bescheren, der sich von anderen, unwirtlichen Veranstaltungen in der Stadt unterscheidet. Wo sonst gibt es schon ein 50 Meter hohes Riesenrad?

Das Willenboger Riesenrad ist stilvoll bemalt und für Eckehard Vogel, den Betreiber, immer noch etwas ganz Besonderes. Vogel stammt aus Nürnberg, lebt in München und fühlt sich wie ein Berliner. Berlin ist für ihn eine Weihnachts-Markt-Weltstadt. Am Heiligen Abend fliegt er früh nach Hause und kommt am Ersten Weihnachtsfeiertag zurück, zum Endspurt. Der ist dann entspannter - fast immer findet man noch ein Plätzchen, um Glühwein zu schlürfen - und sich auf den Markt im nächsten Jahr zu freuen.

Reportage von Ellen Trapp

Erstausstrahlung 25.12.13/rbb