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Im Film konfrontieren sich drei junge Israelis mit ihrer und damit der gemeinsamen deutsch-jüdischen Geschichte.
Sie versuchen, die Wohnung der jüdischen Familie Adler wieder so einzurichten, wie sie vor deren Deportation ausgesehen hat. Doch es zeigt sich, dass der Holocaust für sie etwas anderes bedeutet als für die deutsche Regisseurin, die sie zu der Zeitreise einlud.
Berlin ist zu einem Anziehungsort für junge Israelis geworden. 20.000 leben heute hier, an dem Ort, von dem aus die Nationalsozialisten die systematische Ermordung der Juden planten.

Drei junge Israelis - Eyal, Yael und Yoav - begeben sich auf eine Spurensuche. Sie recherchieren das Leben der jüdischen Familie Adler. Rosa und Simon Adler kamen vor 100 Jahren aus Galizien nach Berlin - sie gründeten eine Familie und waren Eierhändler. Ihre komplett erhaltene Vermögenserklärungsakte aus dem Jahr 1943 ist der filmische Ausgangspunkt für Eyal, Yael und Yoav, die Originalwohnung im Bezirk Prenzlauer Berg heute möglichst originalgetreu wieder einzurichten, um so eine Zeitreise in die Vergangenheit zu unternehmen.

Jeder der drei Israelis hatte einen anderen Grund, sich für das Filmprojekt zu melden. Sie erhoffen sich Denkanstöße, eine Reise ins Unbekannte, die persönliche Herausforderung. Doch während sie Akten studieren und authentische Einrichtungsgegenstände zusammentragen, nimmt der Film eine unerwartete Wendung.

In einer kritischen Auseinandersetzung mit der Filmemacherin Alice Agneskirchner wird deutlich: Auch wenn die jungen Israelis untrennbar mit ihrer Vergangenheit verbunden sind, so wollen sie keine Repräsentanten der Geschichte sein. Sie wollen sich von diesem Erbe emanzipieren und zu ihrer Identität finden.
Zur zentralen Frage wird, wie die unterschiedlichen Generationen mit ihrer Erfahrung, Erziehung und ihrem Wissen um den Holocaust umgehen. Die Regisseurin Alice Agneskirchner versucht, Geschichte konkret erfahrbar zu machen und gängige Sichtweisen zu hinterfragen.
