- Geheimsache Nazi-Uran: Atomjagd in Brandenburg

Die rbb-Dokumentation zeigt, dass der Wettlauf um die Atombombe zwischen Amerikanern und Russen seinen Ausgangspunkt in Berlin und Brandenburg hatte.

Nachgestellte Szene: Uran giessen, Quelle: rbb/ Maren Schibilsky
Nachgestellte Szene: Uran giessen

Hier wurde die Kernspaltung entdeckt und bis Kriegsende intensiv an ihrer Nutzung gearbeitet. In Oranienburg wurde dafür Uranmetall aufbereitet, in Berlin-Dahlem und in Gottow bei Kummersdorf mit einfachen Reaktoren experimentiert.

Nachgestellt Szene: Amerikanische Soldaten auf der Jagd nach Uran, Quelle: rbb/ Maren Schibilsky
Nachgestellte Szene: Amerikanische Soldaten auf der Jagd nach dem Uran

In den letzten Kriegswochen 1945 starteten Amerikaner und Russen eine beispiellose Jagd auf Wissenschaftler, Technologie und Material des deutschen Atomforschungsprogramms. Was aus Angst vor einer deutschen Atombombe begann, endete in einem Wettlauf um das deutsche Know-How für die jeweiligen Atombombenprojekte der Alliierten.

Nachgestellte Szene: Sowjetische Offiziere verhören einen Wissenschaftler, Quelle: rbb/ Maren Schibilsky
Nachgestellte Szene: Sowjetische Offiziere verhören einen Wissenschaftler

Doch die Rechnung der Amerikaner ging nicht auf. Denn ein Teil der geheimen Produktions- und Forschungsabteilungen war auch unter Beteiligung des deutschen Physikers und Uranmetallspezialisten Dr. Nikolaus Riehl aus den Auerwerken ins dünn besiedelte Brandenburg verlagert worden, später dann nach Mittel- und Süddeutschland. Auch wenn die Amerikaner bei Kriegsende in Süddeutschland den Löwenanteil der deutschen Uranreserven aufspürten, gelang es den Russen in Berlin/ Brandenburg, einen beträchtlichen Teil an Wissenschaftlern, Technologie und Material des deutschen Atomforschungsprogramms zu sichern.

Betriebsversammlung im Werk Oranienburg um 1940, Quelle: Auer- Hans Biereigel
Betriebsversammlung im Werk Oranienburg um 1940 (in Anwesenheit von Dr. Nikolaus Riehl, rechts im Bild neben der Säule links)

Der ungewöhnlich schwere Luftangriff der 8. US-Air-Force am 15.3.1945 auf Oranienburg galt dem Zentrum der deutschen Uranaufbereitung in den Auerwerken. Damit hoffte der militärische Leiter des amerikanischen Atombombenprogramms General Leslie Groves, den Russen einen Großteil der deutschen Uranbeute zu entziehen.

Nikolaus Riehl (um 1900), Quelle: Max-Planck-Gesellschaft
Dr. Nikolaus Riehl (um 1950)

Darunter Physiker Dr. Nikolaus Riehl, Uranmetallspezialist und Forschungsleiter der Auergesellschaft. Er wird Stalins Schlüsselfigur bei der Herstellung der ersten sowjetischen Atombombe. Recherchen des rbb in Oranienburg, Moskau und Washington belegen, wie und warum die Amerikaner letztendlich nur einen Pyrrhussieg erringen konnten. Erstmalig werden Ereignisse und Personen präsentiert, die dem sowjetischen Atomprogramm zum Durchbruch verhalfen.

Film von Thomas Claus und Maren Schibilsky

Erstausstrahlung 26.11.2013/ rbb

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