Kinderdarsteller Thomas Schmidt im Film "Die Geschichte vom kleinen Muck" (DEFA 1953)
Wer kennt sie nicht - die großen DEFA-Kinder- und Märchenfilme wie "Der kleine Muck", "Das kalte Herz" oder "Alfons Zitterbacke"? In Ost und West haben sie sich ein großes Publikum und eine treue Fangemeinde erobert. Ihre jungen Hauptdarsteller wurden nicht als Stars gefeiert, auch nicht immer wieder neu besetzt - aber die oft einzigartigen Leistungen der Kinderdarsteller haben sich bei den Zuschauern tief eingeprägt.
DEFA-Kinderfilmregisseur Helmut Dziuba während seines letzten Interviews 2012. (Er ist im April 2012 verstorben.)
Über den gesamten Zeitraum der DEFA-Geschichte gab es herausragende Produktionen für Kinder, Filme, die ihre Zuschauer ernst nahmen, die sich ehrlich mit den Sorgen und Nöten der jüngsten Kinogänger auseinander setzten. Regisseure wie Hermann Zschoche, Helmut Dziuba und Rolf Losansky haben kontinuierlich für Kinder gearbeitet und einige Filme geschaffen, die weit über den Alltag der DDR hinaus Bedeutung haben.
DEFA-Kinderfilmregisseur Rolf Losansky (u.a."Der lange Ritt zur Schule", 1981)
Sie konservieren zum einen das Leben in diesem verschwundenen Land, das sie aus einer ganz besonderen, nämlich der kindlichen und damit häufig eher "ideologiefreien" Sicht zeigen, und zum anderen werden in ihnen allgemeingültige Konflikte und Sorgen verhandelt.
Akribisch achtete man bei der DEFA darauf, keine "Kinderstars" zu etablieren, die Filmarbeit sollte die jungen Darsteller nicht "verbiegen" und die Regisseure wollten keine "kleinen Schauspieler", sondern Kinder, die einfach sie selbst sein konnten.