Film von Felix Krüger -
Das ewige Eis bröckelt – am deutlichsten in der Arktis. Nahezu unbemerkt vom Rest der Welt verändert sich auch der seit Jahrtausenden dauerhaft gefrorene Boden der Tundra. Sichtbar wird dies nicht nur an den Mammutknochen, die zahlreich ans Tageslicht kommen.

Ganze Küstenstreifen Nordsibiriens versinken, riesige Sumpflandschaften entstehen, aus denen große Mengen an Treibhausgasen entweichen können.
Das dokumentieren die Arbeiten Potsdamer Wissenschaftler vom Alfred-Wegener-Institut. Gemeinsam mit russischen Kollegen betreiben sie eine Station im Lena-Delta, der größten arktischen Flussmündung im Nordosten Sibiriens. Inmitten dieses fast menschenleeren Inselreiches untersuchen die Forscher seit 16 Jahren Veränderungen im Permafrost. Nur zögerlich gibt der bis eineinhalb Kilometer Tiefe gefrorene Boden seine Geheimnisse preis.
Wovon hängt ab, wie tief der Boden taut? Wohin entweichen die riesigen Mengen Kohlenstoff? Die große, bis heute unbeantwortete Frage ist, wie stark der Rückgang des Eises in der Erde unser globales Klima beeinflussen wird. Ein rbb-Kamerateam hat die Forschergruppe auf ihrer abenteuerlichen Expedition ins Lena-Delta begleitet.
Film von Felix Krüger
Erstausstrahlung 17.12.2012/rbb

