Buchenwald Grumsin im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin
Vom Fläming in die Schorfheide - Leben mit dem Wald
Der Film von Heike Raab und Maren Schibilsky zeigt Menschen, die mit dem Wald leben und dabei vor neuen Herausforderungen stehen.
Eichenprozessionsspinner
Zweihundert Hektar Wald hat Carl Ferdinand Freiherr von Lüninck im Fläming durch Sturmtief "Kyrill" im Jahr 2007 mit einem Mal verloren - ein Drittel des Schadens, den der Sturm in ganz Brandenburg angerichtet hat.
Infos im WWW
Forstverwaltung Freiherr von Lüninck
Spring Nr. 4.
14827 Wiesenburg/Mark
Tel: 0172-7850323
Waldentwicklung und Monitoring - Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE)
Das war bisher der größte Verlust in seiner 300 Jahre alten Familiengeschichte als Waldbesitzer. Doch mit welchen Bäumen soll er diese Waldlücke wieder schließen? Eine schwere Entscheidung, denn niemand weiß, welche Bäume in einhundert Jahren in der Mark noch wachsen werden.
Überall in Deutschland suchen Forscher nach Waldbäumen, die den Klimawandel überleben könnten. Urwälder, wie das Weltnaturerbe-Gebiet Grumsin in der Schorfheide zeigen, wie sich ein Wald selbst fit für die Zukunft macht.
Waldökologe und Fotograf Dr. Michael Luthardt in Grumsin
Er ist das Herzensprojekt von Dr. Michael Egidius Luthardt. Seit 20 Jahren fotografiert er das Werden und Vergehen von Waldbäumen. Im Sommer 2011 ist ´Grumsin´ Weltnaturerbe der UNESCO geworden. Dr. Michael Egidius Luthardt hat großen Anteil daran.
Waldbesitzerfamilie von Lüninck Zweihundert Hektar Wald hat Carl Ferdinand Freiherr von Lüninck im Fläming mit einem Mal verloren - ein Drittel des Brandenburger Gesamtschadens durch Sturmtief "Kyrill" 2007. Das war bisher der größte Verlust in seiner 150 Jahre alten Familiengeschichte als Waldbesitzer. Doch mit welchen Bäumen soll er diese Waldlücke wieder schließen? Noch nie war diese Entscheidung so schwer wie heute. Denn kein Forscher, kein Forstwirt weiß, welche Bäume in einhundert Jahren in der Mark noch wachsen werden. Carl von Lüninck muss in Generationen denken. In seiner Familie wachsen vier Kinder heran. Auch sie sollen einmal vom Wald leben.
Waldzukunftsforscher Prof. Ralf Kätzel Wenn die Annahmen von Klimaforschern eintreten, könnte es sogar sein, dass von Lüninck seine Waldbewirtschaftung im Süden Brandenburgs künftig sogar einstellen muss. Das behauptet der Forstbiologe Prof. Ralf Kätzel vom Landeskompetenzzentrum Forst in Eberswalde. An den trockenen Südhängen des unteren Odertals, wo bereits Steppenklima herrscht, sieht Ralf Kätzel Brandenburgs Waldzukunft voraus. Hier brechen derzeit die trockenheitsresistenten Kiefern zusammen. Sie machen 73 Prozent von Brandenburgs Waldfläche aus.
Zwischen den Baumskeletten entdeckt der Forstbiologe kleine Eichen, eine Kreuzung aus heimischer Traubeneiche und eingewanderter mediterraner Flaumeiche. Können diese Bäume der zunehmenden Trockenheit trotzen? Welche Chance hat noch die Traubeneiche in Brandenburg?
Waldinsektenjägerin Katrin Möller Bereits jetzt sind viele Waldbäume durch zunehmende Wetterextreme so geschwächt, dass Schadinsekten immer leichteres Spiel haben. Brandenburgs oberste Waldinsektenjägerin, Dr. Katrin Möller vom Landeskompetenzzentrum Forst in Eberswalde, sieht sich immer stärkeren Gegnern gegenüber. Vor allem die Traubeneichen leiden unter dem Angriff der Eichenprozessionsspinner. Ein Schädling, der mit dem Klimawandel von Südeuropa her eingewandert ist und in den letzten Jahren ganze Eichenwälder kahl fraß. Außerdem können die langen Brennhaare der Raupen Allergien beim Menschen auslösen.
Dr. Katrin Möller läßt deshalb vom Hubschrauber aus die Wälder spritzen. Wird es gelingen, den Eichenschädling in Schach zu halten?
Waldökologe Dr. Michael Egidius Luthardt Wie sich ein Wald von selbst fit für den Klimawandel macht und auch Schadinsekten in Grenzen hält, zeigt auf beeindruckende Weise der Buchenurwald ´Grumsin´ in der Schorfheide. Er ist das Herzensprojekt von Dr. Michael Egidius Luthardt. Seit 20 Jahren fotografiert er das Werden und Vergehen von Waldbäumen. Im Sommer 2011 ist ´Grumsin´ Weltnaturerbe der UNESCO geworden. Dr. Michael Egidius Luthardt hat großen Anteil daran.