Arktisforscher Iwan Papanin mit Hund "Freulich", 1937, Quelle: rbb/Schmidt & Paetzel Fernsehfilme

Die Eroberung des Nordpols 1937 - Rote Arktis

Vor 75 Jahren, im März 1937, bereiten sich Polarforscher in Moskau auf eine ganz besondere Expedition vor: Sie wollen den Nordpol "erobern". Die Film erzählt die spannende Geschichte.

Es war nicht irgendeine Expedition, zu der 43 sowjetische Flieger und Forscher aufbrachen. Es war eine fliegerische Pioniertat, ein Meilenstein in der Geschichte der Entdeckungen und sie spielt vor dem Hintergrund des Stalin Terrors.
Kameramann Mark Trojanowski am Nordpol, 1937, Quelle: rbb/Schmidt & Paetzel Fernsehfilme
Kameramann Mark Trojanowski am Nordpol, 1937

Die Eroberung des Nordpols

Helden, die nicht um ihres persönlichen Ruhmes willen Kopf und Kragen riskierten, sondern einzig dem Genossen Stalin zuliebe. Sie wurden gefeiert, bejubelt, während ihre Freunde, Mitarbeiter, Nachbarn, Konkurrenten der Vernichtung anheim fielen. Helden der Sowjetunion.
Nie zuvor in der Geschichte hatte es eine Expedition gegeben, die mit geballter staatlicher Macht ihr Ziel angriff: Eroberung des Nordpols. Und erstmals ging ein Kameramann mit auf die Reise, denn dieses Eroberungswerk sollte ein kollektiver Triumph sein, alle sollten von ihm fasziniert und alle sollten darauf stolz sein. Heute würde man von einem Medienereignis sprechen.
Arktisforscher Iwan Papanin (re.), 1937, Quelle: rbb/Schmidt & Paetzel Fernsehfilme
Arktisforscher Iwan Papanin (re.), 1937
Der Film erzählt von einem Abenteuer im "Jahr des Großen Terrors" und zeigt die Aufnahmen erstmals im Westen. Teilweise sind sie selbst in Russland unbekannt, was um so mehr verwundert, als die Papanin Expedition für das russische Selbstverständnis als "Macht des Nordens" von ungebrochener Bedeutung ist.

Film von Christian Klemke und Andreas Christoph Schmidt

Erstsendung: 31.03.10/ARD 1