
Cordalis, Kaiser und Co. in der DDR -
DDR-Zuschauer des "Kessel Buntes" hofften immer, dass neben den Unterhaltungskünstlern aus den Bruderländern auch mal ein Star aus dem Westen auftrat.

Udo Jürgens und Costa Cordalis schwärmen noch heute von ihren Fans im Osten
Sie berichten von eindrucksvollen und auch kuriosen Erlebnissen im anderen deutschen Staat. In Erinnerung geblieben sind bewegende Auftritte, Begegnungen mit der Staatsmacht und die Waschkörbe voller Post, die sie aus der DDR erhielten. Sie haben auch die schmackhafte rote Suppe namens Soljanka nicht vergessen und die Autopanne, bei der ihnen pfiffige DDR-Handwerker aus der Klemme halfen.

Mireille Mathieu, Nana Mouskouri und Roland Kaiser waren umjubelte Gäste
Zunächst kamen vor allem Schlagerstars, die im "Palast der Republik" oder in den Kulturhäusern auftraten. Hermann Falk, Chef der Künstleragentur Ost, war für den "Einkauf" der Weststars zuständig. Die Künstler verlangten Geld für ihre Auftritte, West-Geld. Ein rarer Artikel im Osten Deutschlands. So gab es auch nur einen Teil des Honorars in Devisen, den anderen, weitaus größeren Teil in DDR-Mark.
