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Dokumentation und Reportage
Dokumentation und Reportage
Fahndungsplakat der Kriminalpolizei Nürnberg mit Konterfei des Opfers. Quelle: rbb/Kriminalpolizei Nürnberg

Do 23.02.12 22:45

Die Opfer der Rechtsterroristen

Acht Türken, ein Grieche und eine Polizistin

Die Nachrichten über die Morde der rechtsterroristischen Terrorzelle schockieren die Menschen. Die Dokumentation fragt: Wer waren die Opfer? Was wissen wir über sie? Wie lebten sie unter uns?

Die Täter machen Schlagzeilen. Die Ermittlungsbehörden stehen am Pranger, dem Verfassungsschutz wird Versagen vorgeworfen. Die Bundeskanzlerin nennt die ausländerfeindlichen Taten eine "Schande für Deutschland".

Fahndungsplakat der Kriminalpolizei Nürnberg mit Konterfei eines Opfers, Quelle: rbb/Kriminalpolizei Nürnberg

Fahndungsplakat der Kriminalpolizei Nürnberg mit Konterfei des Opfers. 

Die Dokumentation fahndet nicht nach den Tätern, deckt nicht auf, was Behörden falsch gemacht haben.

Sie fragt: Wer waren die Opfer? Was wissen wir über sie? Wie lebten sie unter uns?

Der Film gibt den Opfern einen Namen, ein Gesicht, eine Geschichte. Sie erzählt von den Angehörigen, beispielsweise von Enver Simsek. Wie die mörderische Tat ihr Leben veränderte, wie die lange ergebnislose Ermittlung sie deprimierte und was sie gerade jetzt durchmachen. Wahrscheinlich war Enver Simsek zur falschen Zeit am falschen Ort.

Fahndungsplakat der Kriminalpolizei Nürnberg mit Konterfei des Opfers. Quelle: rbb/Kriminalpolizei Nürnberg

Landkarte von Deutschland mit den von der Polizei markierten Tatorten und dem Konterfei des Opfers. 

Am 9. September 2000, einem sonnigen Samstag, vertritt der Blumengroßhändler aus dem hessischen Schlüchtern seinen Angestellten. Er baut einen mobilen Stand an einer geschäftigen Nürnberger Ausfallstraße auf. Mittags liegt er getroffen von acht Kugeln in seinem Transporter. Die Täter schossen aus nächster Nähe wie bei einer Hinrichtung.

Simsek hatte keine Chance zu entkommen und stirbt wenig später auf der Intensivstation. Seine damals 14-jährige Tochter Semiya kann nicht fassen, was passiert ist. Noch über zehn Jahre danach nicht: Die Polizei verdächtigte sogar ihre Mutter und den Onkel, etwas mit dem Mord zu tun zu haben.

Nürnberg war der Auftakt der unheimlichen Mord Serie, die erst vor wenigen Wochen aufgeklärt wurde. Zehn Tote und viele Verletzte in Nürnberg, München, Hamburg, Rostock, Dortmund, Kassel, Köln sind Opfer der Rechtsterroristen.

Film von Matthias Deiß, Eva Müller und Anne Kathrin Thüringer

Erstausstrahlung 12.12.2011/ARD 1/rbb

Dieser Text gibt den Sachstand vom 23.02.2012 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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Sendung mit Untertiteln

Diese Sendung strahlt das rbb Fernsehen mit Teletext-Untertiteln aus (rbbtext-Seite 150). [Wochenvorschau]

Im Parlament

Alle Fraktionen des Berliner Abgeordnetenhauses und des Brandenburger Landtags haben einmütig die Neonazi-Mordserie verurteilt. Mit einer Schweigeminute gedachten sie der Opfer des rechten Terrors.

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Im Parlament
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24. November 2011

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Parlamentspräsident Ralf Wieland verliest den Dringlichen Antrag aller Fraktionen unter dem Titel "Rechtsextremistische Morde und Gewalttaten verurteilen"._mehr

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Landtag Brandenburg

Landtagspräsident Gunter Fritsch bringt Trauer und Abscheu über die Neonazi-Verbrechen zum Ausdruck. _mehr

Infos im WWW

Rechtsterrorismus

Weitere Tat des Neonazi-Trios?

[www.tagesschau.de]

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http://www.rbb-online.de/doku/titel_mit_a/acht_tuerken__ein.html

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