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Berlin entdeckt seine Ufer. Rund um den Osthafen, zwischen Michael- und Elsenbrücke lockt die Spree Groß-Investoren aus der ganzen Welt an.
Aber finden auch Träumer, Romantiker und Visionäre an den Ufern ihre Erfüllung? Einige angehende Kulturjournalisten der Berliner Universität der Künste (UdK) waren mit dem Boot unterwegs, haben sie getroffen und mit ihnen gesprochen.
Falk Walter entdeckte bald nach der Wende ein heruntergekommenes Busdepot direkt am ehemaligen Todesstreifen, besetzte es mit Freunden und machte daraus eine der angesagtesten Konzerthallen der Stadt, die "Arena". Sein besonderer Stolz ist das Badeschiff. Wie viel Pioniergeist muss man haben, um so ein Projekt durchzusetzen?
Ralf Steeg, einem notorischen Sturkopf ist das noch nicht genug. Eine saubere Spree will er schaffen, hat jahrelang darum gekämpft und für sein spezielles Reinigungssystem endlich zwei Millionen Euro Förderung bekommen. Sogar Inseln mit Cafés und Bäumen sollen am Osthafen entstehen. Mit diesem Riesenprojekt hat er es bis zur Expo in Shanghai geschafft.
Einen ähnlichen Erfolg müssen die Retter der Eisfabrik gleich gegenüber dem Radialsystem noch erzielen. Der Zimmerer Peter Schwoch mit seiner Bürgerinitiative und der Architekt Gerhard Spangenberg wollen das Gelände vor dem Abriss retten, ein Kulturzentrum daraus machen.
Erster Teilerfolg: Das alte Maschinenhaus, in der der Milchhändler Bolle zum ersten Mal in Berlin Blockeis künstlich herstellen ließ, wird nun umgestaltet. Aber der Kampf um Kühltürme, Lagerräume und die Wohnhäuser der damaligen Arbeiter geht weiter.
Mit an Bord sind die Kiez-Historikerin Angela Martin und der alte Wasserhase Arne Kucmera. Auch sie haben aufschlussreiche und unterhaltsame Geschichten parat.
Ein Projekt des Studiengangs Kulturjournalismus der UdK Berlin
Erstausstrahlung vom 25.02.10/ rbb
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/doku/titel_mit_die/die_spree_rebellen.html