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In ihrem Dokumentarfilm beleuchten Grimme-Preisträger Lutz Hachmeister und Co-Regisseur Mathias von der Heide zum ersten Mal die Gesamtgeschichte dieser merkwürdigen Institution, deren Insignien das blaue Hemd und die aufgehende Sonne waren.
Kaum eine andere Institution hat die Bürger der ehemaligen DDR so miteinander verbunden wie die Freie Deutsche Jugend. Der FDJ-Mitgliedschaft konnte man sich kaum entziehen - und wenn doch, dann in der Regel nur mit negativen Konsequenzen für Biografie und Karriere.
In der FDJ lernte der gesamte Führungsnachwuchs der DDR "Kaderpolitik", auch die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel hielt es für ratsam, sich dort aktiv zu engagieren. So manches FDJ-Kollektiv bot Spaß, Anklänge von Popkultur und Auslandsreisen.
Auf der anderen Seite wurde auch paramilitärisch gedrillt, zu öden Aufmärschen und Fahnenappellen aufgerufen und mit "Gesinnungsfreunden" im Westen kooperiert - so mit der damaligen "konkret“-Redakteurin Ulrike Meinhof.
In einem besonderen Kapitel des Films beschäftigen sich Hachmeister und von der Heide auch mit der eher unbekannten Geschichte der West-FDJ, die in der Adenauer-Zeit schon 1951 verboten wurde.
Dokumentation von Lutz Hachmeister und Mathias von der Heide
Erstausstrahlung 2009/dasERSTE
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/doku/titel_mit_f/freundschaft__1_.html